Erstellt am 23. März 2015, 10:43

von Pia Seiser

Schützenswerte Bienen. 74 Prozent der NÖN.at-User sind klar der Meinung: Für den Schutz der Bienen wird nicht genug getan.

 |  NOEN, ROBERT JAEGER (APA)
„Bienensterben“ – dieses Schlagwort beherrschte in den vergangenen Sommern die Schlagzeilen. Auch für dieses Jahr gibt es Warnungen, das Bienensterben könnte weitergehen. Für Natur und Landwirtschaft sind diese Insekten aber besonders wichtig.

Die NÖN hat mit Niederösterreichs Imkern gesprochen und die NÖN.at-User gefragt: „Wird genug für den Schutz der Bienen getan?“ Das Ergebnis ist klar: 74 Prozent der User meinen, dass nicht genug für den Schutz der Insekten getan wird. Nur 26 Prozent finden, dass der jetzige Schutz ausreicht.

„Die Sorge um die Bienen ist definitiv angebracht“, meint Bezirksimkermeister Karl Maurer aus Gmünd dazu, „doch man kann nicht nur einen einzigen Schuldigen dafür angeben.“ Viel mehr sei es eine Vielfalt an Einflüssen, die sich negativ auf die Bienen auswirkt. Maurer: „Nicht nur Milben oder Krankheiten, sondern die gesamte Witterung, Umweltbedingungen und auch der Klimawandel machen den Bienen das Leben schwer. Dort, wo zu viele Widrigkeiten vorherrschen, kippt das System, und es gibt ein großes Bienensterben.“

Auch im Bezirk Krems fürchtet man sich vor dem Bienensterben. „Unsere Sorge ist sehr groß“, sagt Imker Hubert Zorn. „Wir kämpfen ständig gegen die Spritzmittel an, die verwendet werden. Der Laie kann nicht beurteilen, ob ein Mittel wirklich so bienenfreundlich ist wie die Konzerne behaupten.“

Franz Schörghuber aus Biberbach im Bezirk Amstetten, seit 32 Jahren als Imker tätig, kämpft ebenfalls mit dem Bienensterben. Mittlerweile hat er 15 seiner 50 Bienenvölker durch Milbenbefall verloren.

„Die milden Winter bringen nichts Gutes für die Bienen, denn sie brüten durch und sind dadurch umso mehr für Erkrankungen anfällig. Das in den Griff zu bekommen, ist schwierig“, so Schörghuber.