Erstellt am 14. Dezember 2014, 18:33

von Teresa Sturm

E-Mails als Weihnachtsgrüße stillos. E-Mails machen der handgeschriebenen Post schon länger Konkurrenz. 72 Prozent der NÖN-Leser finden diese aber stillos.

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In der Weihnachtszeit wird der Postverkehr mehr. Rechtzeitig alle Pakete und Briefe zuzustellen, ist immer wieder eine Herausforderung für die Post. Allerdings wird in den letzten Jahren auch zunehmend Weihnachtspost via E-Mails oder Social-Media verschickt. Viele kritisieren diese Art der Post als unpersönlich. Sind Weihnachtsgruß-E-Mails stillos?

Im Tullner Postamt läuft bis jetzt alles wie am Schnürchen. „Heuer gibt es keine Verzögerungen, was am Tag aufgegeben wird, wird abends abgeholt“, freut sich Filialleiter Erwin Hahn.

In der Weihnachtszeit ist auf der Post Hochbetrieb, allerdings ist – wie schon im Vorjahr – ein leichter Rückgang an Briefen und Postkarten zu verzeichnen. Für Hahn ist das eine logische Folge des vermehrten Versendens von SMS und E-Mails.

Fritz Rafetseder, Postpartner mit seinen Nah & Frisch-Geschäften in Amstetten, Viehdorf Zeillern sowie Neustadtl und zudem Postpartnerbeirat Niederösterreich-West, profitiert wiederum vom virtuellen Markt: „Von Jahr zu Jahr werden immer mehr Pakete versandt. Man merkt, dass immer mehr Leute übers Internet ordern.“

Digital angemessen, aber stilllos

Auch Martina Leukermoser vom ADEG Wallsee Postpartner bemerkt verstärktes Paketaufkommen: „Wir haben heuer schon Weihnachtspäckchen in die USA, nach Australien und Panama versandt.“ Es sei schön zu sehen, mit wie viel Liebe manche Briefe verziert sind. Die Leute würden nach wie vor schätzen, dass sie ihre Postgeschäfte vor Ort erledigen können, erzählt Leukermoser.

Viele der NÖN-Leser finden es der Zeit angemessen, wenn Weihnachtsgrüße digital überbracht werden. 72 Prozent sind sich aber einig, dass diese Art der Post stillos ist, weil man mit handgeschriebenen Kuverts und Briefen mehr Wertschätzung übermittelt und man sich dafür auch Zeit nehmen muss.