Erstellt am 11. Mai 2015, 05:20

von Maria Haiderer

Freiheit am Motorrad. Motorradfahren gilt mancherorts schon als letzte Freiheit. 54 Prozent der NÖN.at-User sehen das allerdings nicht so.

Symbolfoto  |  NOEN, Symbolfoto Erwin Wodicka

Motorradfahren ist für viele Fans das Sinnbild der Freiheit. Für manche ist die Gesellschaft schon so sehr reglementiert, dass man ein Stück Selbstbestimmung nur mehr am Motorrad erlangen kann. Anderen Verkehrsteilnehmern bleiben Motorradlenker womöglich durch riskante Fahrmanöver in Erinnerung.
 

Die NÖN wollte nun von ihren Online-Lesern wissen: „Ist das Motorradfahren die letzte große Freiheit?“ Mehr als die Hälfte, genau: 54 Prozent der 1.578 Befragten meinen „Nein“, 46 Prozent stimmten mit „Ja“. Die Freiheit, die das Motorradfahren bietet, sollte man aber nicht ausreizen, denn Motorradlenker gelten als besonders gefährdet im Straßenverkehr.

"Warm-up" nach dem Winter wichtig

Zu Saisonstart ist es daher wichtig, nicht nur das Motorrad auf Vordermann zu bringen, sagt Georg Scheiblauer, Motorrad-Chefinstruktor vom ÖAMTC: „In der Winterpause ist man vier bis fünf Monate nicht zum Fahren gekommen, da ist man außer Übung.“ Deshalb werden spezielle Warm-up-Trainings angeboten, wo man Kurvenfahrtechniken oder das Bremsen üben kann.

„Bei schönem Wetter passiert mehr"

Als äußerst prominente Bikerroute gilt die Strecke zur Kalten Kuchl bei Rohr im Gebirge. Typische Unfallstrecken sieht der Kremser Bezirkspolizeikommandant Manfred Matousovsky trotzdem nicht. Eine Unfallhäufung sei vor allem wetterabhängig. „Bei schönem Wetter passiert mehr, nicht nur durch Verschulden der Biker, sondern weil sie auch übersehen werden“, sagt Matousovsky.

Mario Mossbeck, Verkehrsreferent des Bezirkspolizeikommandos Sankt Pölten, fügt noch hinzu: „Unfälle passieren auch, wenn bei Motorradgruppen die Ungeübten hinten fahren und mithalten wollen. Hier sollten der Tourenführer und auch die anderen Versierteren Verantwortung zeigen und auf die Fahranfänger mehr Rücksicht nehmen.“