Erstellt am 01. Dezember 2014, 06:02

von Teresa Sturm

Heuer wird gespart. Weihnachtsgeschäft: Der Handel rechnet 2014 mit einem Nullwachstum. Und 90 Prozent der NÖN-Leser wollen bei Geschenken sparen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Die Zeit des Weihnachtsgeschäfts ist angebrochen, doch die Stimmung im Handel war schon besser. Die Geschäftsleute leiden sehr unter der aktuellen Konjunkturschwäche und auch unter dem Krisengerede.

Doch lässt sich die Bevölkerung durch die Negativprognosen zur Wirtschaft wirklich vom Weihnachts-Shopping abhalten? Wird heuer beim Geschenkekauf gespart?


„Prognosen sind natürlich immer schwer“, sagt Julius Gelles von der Hollabrunner Geschäftsstelle der Wirtschaftskammer und fügt hinzu, dass „die wirtschaftliche Lage insgesamt auch schon besser war“. Auch aufgrund der warmen Temperaturen sind die Menschen noch nicht so richtig in Weihnachtsstimmung. Viele müssen sparen.

Waltraud Rigler von der Wirtschaftskammer und selbst Geschäftsfrau in Gloggnitz bleibt aber realistisch optimistisch, wie sie selbst sagt: „Laut einer Statistik geben die Menschen im Durchschnitt 370 Euro für Geschenke aus. Da aber der Online-Handel sicher nicht zu unterschätzen ist, versuchen wir, mit persönlicher Beratung und Service wie Geschenkverpackungen zu punkten.“

Klare Abstimmung: Heuer wird weniger gekauft

Mario Freiberger, Wirtschaftskammer-Außenstellenleiter, beruhigt trotz aller Unkenrufe: „Glücklicherweise hat die Vergangenheit gezeigt, dass weder konjunkturelle Schwankungen noch der 8. Dezember maßgeblichen Einfluss auf das Weihnachtsgeschäft haben.“

Dennoch sind sich die NÖN-Leser schon jetzt fast einig. 90 Prozent von ihnen werden heuer weniger Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Vor gut einem Jahr sah das noch ganz anders aus. In der Vorweihnachtszeit 2013 gaben nämlich noch 83 Prozent der NÖN-Leser an, bei den Geschenken – trotz Budgetloch – nicht zu sparen. Viele basteln oder spielen Engerl-Bengerl, um nicht zu viel auszugeben.


Stimmen aus NÖ

Rene Böhm, Klosterneuburg:
„Ich überlege schon sehr, für wen ich welches Geschenk kaufe. Aber gerade bei meinem Kind will ich nicht sparen. Da muss ich dann halt an anderer Stelle das Geld mehr zusammenhalten.“

Sandra Schütz, Bruck:
„Nein, aber ich versuche, den Großteil der Geschenke selbst zu machen oder zu basteln. Sehr wichtig ist mir, dass das Geschenk gut zu einer Person passt.“

Wolfgang Loidl, Kirchberg:
„Ich habe vier Kinder, zwei Enkel und dann sind da noch die Partner der Kinder. Daher machen wir seit zwei Jahren ein Engerl-Bengerl-Spiel. Das Geschenk darf maximal 35 Euro kosten.“

Julia Mayr, Seitenstetten:
„Als Schülerin muss ich eigentlich immer sparen und aufpassen, was ich ausgebe. Bei Geschenken zahle ich aber gerne einmal einen höheren Preis, wenn ich endlich ein ganz tolles gefunden habe.“