Erstellt am 21. März 2016, 05:04

von NÖN Redaktion

Sport und Bildung verbinden. Der burgenländische Kitesurfer Michael Schitzhofer studiert „Training und Sport“ im Master an der FH Wiener Neustadt. Dort kann er Profikarriere und Bildung kombinieren.

Derzeit trainiert der Kite-Surfer Michael Schitzhofer in Perth, Australien, um fit für den Weltcup zu sein. Nebenbei absolviert er seinen Master in »Training und Sport« an der Fachhochschule Wiener Neustadt.  |  NOEN, Harry Winnington

Sie haben Ihren Bachelor an der FH Wiener Neustadt im Studiengang „Training und Sport“ absolviert. Warum haben Sie sich damals für dieses Studium entschieden?
Michael Schitzhofer: Für mich war schon immer klar, dass die sportliche Karriere nicht alles sein kann und darf. Noch klarer wurde mir das, als ich mir im Frühjahr 2012 den Arm gebrochen habe und für sechs Wochen nicht trainieren oder an Wettkämpfen teilnehmen konnte. Da habe ich erkannt, dass ich mir ein zweites Standbein neben dem Sport aufbauen muss, um nach der Karriere oder im Falle einer gröberen Verletzung einen Plan B zu haben. Ich habe dann den Studiengang „Training und Sport“ in Wiener Neustadt entdeckt. Und weil man dort Ausbildung und Karriere kombinieren kann, habe ich mich entschlossen, mich zu inskribieren. Diesen Schritt habe ich auch nicht bereut.

Inwiefern war das Studium an der FH für Ihre Karriere von Vorteil?
Schitzhofer: Natürlich hat das Studium Zeit in Anspruch genommen und meine Trainingszeit reduziert. Jedoch habe ich im Studium vieles über Trainingslehre und Trainingsplanung gelernt und mein eigenes Training effektiver und besser gestalten können. Dies hat mir definitiv geholfen, mein Training und meine Leistung auf ein höheres Level zu bringen.

Wegen Ihres Berufs sind Sie sehr viel im Ausland unterwegs. Was waren die schönsten Erlebnisse?
Schitzhofer: Das Beste an meinem Sport ist sicher das Kennenlernen so vieler unterschiedlicher Länder, Kulturen und Menschen. Diese Zeit und diese Erfahrungen kann mir niemand mehr nehmen und es hat mich sehr geprägt. Auch das Gefühl, seinen Traum so leben zu können und zu tun, was man liebt, ist unbeschreiblich.

Sie trainieren im Moment in Australien. Auf welche Ziele arbeiten Sie derzeit hin?
Schitzhofer: Ich bin im Moment in Perth, West Australien, um mich auf die neue Weltcup-Saison vorzubereiten, welche am 20. März in Ägypten starten wird. Jetzt ist es definitiv an der Zeit, in Form zu kommen und seine Tricks perfekt zu beherrschen. Da es in Österreich noch sehr kalt ist und das Training am Wasser nicht durchführbar ist, sind solche Trainingslager für mich unglaublich wichtig.

Sie sind jetzt 29 Jahre alt. Gibt es einen Plan für das Leben nach dem Profi-Sport?
Schitzhofer: Mit 29 Jahren ist man nicht mehr der Jüngste im Kite-Profisport ... Aber solange es sinnvoll ist, führe ich meine sportliche Karriere fort. Im Moment studiere ich auch wieder an der FH Wiener. Neustadt, um den Master im Studiengang „Training und Sport“ zu machen. Nach dem Abschluss möchte ich natürlich im Bereich Sport arbeiten, um mein Erlerntes auch im richtigen Leben anzuwenden.

Wem würden Sie das Studium, das sie gewählt haben, weiterempfehlen?
Schitzhofer: Ich kann dieses Studium jedem empfehlen, der eine sportliche Karriere hinter sich hat oder bei dem sie nicht mehr oberste Priorität hat. Wenn man etwas mehr Zeit hat und neben dem Sport noch etwas für die Zukunft tun will, ist der Studiengang perfekt.