Erstellt am 30. November 2016, 13:42

ÖAMTC startet Praxistraining für Schulbuslenker . Berufskraftfahrer – also Lenker, die beruflich mit Lkw oder Bussen unterwegs sind – müssen regelmäßig gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildungen absolvieren.

vlnr: Instruktor Oswald Schagerl, Roman Koberwein, Petra Wagner, Instruktor Roland Frisch (ÖAMTC Fahrtechnik) Daniela Hronek, Monika Popelka  |  ÖAMTC/Monihart

Davon nicht betroffen sind Schulbuslenker, die mit Kleinbussen bis zu acht Kinder und Jugendliche befördern – an sie richtet sich jetzt ein neues Praxistraining der ÖAMTC Fahrtechnik. "Die Beförderung von Kindern und Jugendlichen in die Schule, den Kindergarten oder in Tagesheime hat einen wesentlichen Anteil am täglichen Verkehrsgeschehen. Ein Praxistraining ist die einzig sinnvolle Weiterbildungsmöglichkeit für Schulbuslenker, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen", erklärt Gerhard Blümel, Schulungsleiter der ÖAMTC Fahrtechnik.

 Notsituationen vermeiden und richtig reagieren

In diesem speziell entwickelten Praxistraining werden unter anderem das richtige Verhalten an Ein- und Ausstiegsstellen sowie die Vorschriften beim Transport von Kindern thematisiert und praktisch erprobt. Im Rahmen eines Fahrsicherheitstrainings wird dann gemeinsam mit erfahrenen Instruktoren an der Fahrtechnik gearbeitet.

"In unseren modernen Fahrtechnik Zentren können wir trainieren, wie man Notsituationen vermeidet und im Fall des Falles richtig reagiert", so Blümel. Ein Team der Tagesstätte St. Pölten hat das neue Programm im Fahrtechnik Zentrum Melk absolviert. Agnes Herzig-Öller, Direktorin der Tagesstätte, befürwortet die Aktion: "Unser Betreuerteam ist täglich mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen unterwegs. Dieses Training verbessert das Fahrkönnen unserer Mitarbeiter und sorgt so für mehr Sicherheit auf der Straße."

AUVA rät zu Verwendung von Kindersitzen mit Gurt

Beim Transport von Kindern ist darauf zu achten, dass jedes Kind in einem geeigneten Kindersitz in Kombination mit dem Gurt gesichert ist. Bei einer Fahrzeugkollision mit nur 30 km/h wird jeder Körper im Fahrzeug mindestens 17-mal so schwer. Bei Tempo 50 erreicht der Körper schon das 30-fache seines normalen Gewichtes, warnt die AUVA.

Das höchste Verletzungsrisiko haben Kinder im Bauchbereich, wenn der Beckengurt nicht sauber geführt wird und bei einer Kollision in den weichen Bauch abgleitet. Die AUVA rät deshalb zur Verwendung einer Rückenlehne mit Kopfschutz am Sitzkissen. Diese bietet einen verbesserten Schutz beim Seitenaufprall und sorgt auch dafür, dass der Schultergurt richtig über den Körper führt.