Erstellt am 18. Juli 2017, 04:58

von Thomas Vogelleitner

Neu: Hyundai i30 N. Die Südkoreaner wollen nicht mehr (nur) vernünftig sein! Der i30 N ist das erste Hyundai-Sportmodell – 250 oder 275 PS.

Startet Anfang 2018: i30 Fastback – fünftüriges Coupé. Einen Dreitürerwird es nicht mehr geben, die Nachfrage ist zu gering.  |  NOEN, Hyundai

N wie Namyang. N wie Nürburgring. N wie Nordschleife. N wie Nosovice …

Hyundai bringt im Herbst den i30 N auf den Markt. Ein Auto, das einem ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Das erste Hyundai-Hochleistungsmodell. Und das erste Hyundai-Modell mit einem adaptiven Sportfahrwerk. Differenzialsperre, Klappenauspuffanlage (diesen Motorsound müssen Sie hören!) und Launch Control runden den sportlichen Anspruch des Wagens technisch ab. Nicht unwichtig ist natürlich die Leistung: Der 2,0-Liter-Turbobenziner bringt es in der Basisversion auf 250 PS, mit dem Performance-Paket stehen 275 PS zur Verfügung (jeweils 353 Newtonmeter) – jeweils 250 km/h schnell, in 6,4 bzw. 6,1 Sekunden auf Tempo 100. Beide Versionen schicken die Kraft an die Vorderräder (Allradantrieb war nie ein Thema). Und: Den i30 N gibt es vorerst nur mit Sechs-Gang-Schaltung (für schnelle Gangwechsel sorgt eine automatische Zwischengasfunktion). Ein Doppelkupplungsgetriebe (acht Gänge, Nasskupplung) wird nachgereicht.

„Der i30 N erhöht nicht nur die Drehzahlen, sondern auch die Herzschläge!“ Valeska Haaf, Pressesprecherin Hyundai Österreich

„Der i30 N macht auf der Rennstrecke eine ausgezeichnete Figur“, betont Albert Biermann, Entwicklungschef für die neuen Hochleistungsmodelle von Hyundai (zuvor drei Jahrzehnte bei BMW, unter anderem für die M-Modelle verantwortlich). Der Deutsche testet die Autos ausgiebig und intensiv vor der Serienproduktion in Südkorea – gemeinsam mit seiner Frau, die normalerweise am Beifahrersitz immer strickt. Nur nicht beim i30 N: „Stricken geht da überhaupt nicht, aber dafür fährt er sich super!“ Frau Biermann weiß, wovon sie spricht, ist sie als exzellente Kurvenkünstlerin bekannt. Laut Albert Biermann fix: Es kommt eine N-Familie – und „ein Hybrid-N ist eine Frage der Zeit“.

Optisch kennzeichnet Hyundai den i30 N nur dezent. N- Logo auf dem Kühlergrill, schmale rote Zierleiste an der schwarzen Frontlippe, Schweller und Seitenspiegel sind ebenfalls schwarz, die Scheinwerfer verdunkelt, die Bremssättel rot lackiert. Wirklich herausstechend ist allerdings das Heck: Hier sitzt die auffällige dreieckige Bremsleuchte in der Mitte des Spoilers. Metalleinlagen und Sportsitze mit blauen Nähten sollen den Innenraum auf Sport trimmen. Dezent, wie gesagt, denn das Auto soll alltagstauglich bleiben. Die fünf Fahrmodi reichen von Eco bis N, dem sportlichsten Programm, die Assistenzsysteme (unter anderem: autonomer Notbremsassistent) stammen aus dem „normalen“ i30.

Start & Preis. Start in Österreich ist im Oktober. Die Preise für den 4,34 Meter langen, alltagstauglichen Hochleistungssportler stehen noch nicht fest (in Deutschland gibt es eine First Edition mit 275 PS um 30.900 ).