Erstellt am 01. August 2016, 10:51

von Thomas Vogelleitner

BMW 330e. Mit dem 330e haben die Münchner einen äußerst interessanten 3er im Programm. Ein Test, der Spaß machte!

Weil BMW seinen Flottenverbrauch senken muss (so wie die Konkurrenz), setzen die Münchner mit Nachdruck auf einen Durchbruch der Plug-in-Hybrid-Technik. Der 330e ist ihr erster Mittelklässler mit dieser Technik. Lohnt sich die Kombination aus Benzin- und Elektromotor? Wir meinen: Ja!

Der 330e ist zwei Autos in einem. Einerseits kann er (vorausgesetzt, die Lithium-Ionen-Batterien sind voll) lokal elektrisch und somit emissionsfrei und nahezu lautlos fahren – bis zu 40 Kilometer weit, maximal 120 km/h schnell.

Andererseits fährt sich die Limousine mit dem Benzin- und Elektromotor wie ein Sportwagen – so wird auf Tempo 100 in nur 6,1 Sekunden beschleunigt, die Kraftentfaltung ist dabei auf dem Niveau eines großvolumigen Verbrenners; Reichweite im Praxisbetrieb bis zu 600 Kilometer. Die (ab) 1,9 Liter pro 100 Kilometer sind schwer möglich, aber machbar. Die Realität schaut jedoch oft anders aus, so ist man nicht nur in der City unterwegs: Wir kamen bei normaler Fahrt (auch Autobahn) auf rund fünf Liter – damit kann man gut leben …

Möglichst effiziente Fortbewegung

Grundsätzlich startet der 3er im Modus „Auto eDrive – elek-trisch gehen 80 km/h und maximal 40 Kilometer. Im Modus „Max eDrive“ dauert es bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h, bevor der Benziner aktiv wird. Und in der Einstellung „Save Battery“ spart sich der PHEV* den vorhandenen Strom für eine bevorstehende Stadtfahrt auf, oder der Benziner lädt die Akkus wieder zu rund 50 Prozent auf.

Das (serienmäßige) Navisystem trägt mit dem vorausschauenden Energiemanagement auch etwas zur möglichst effizienten Fortbewegung bei, weil so die Antriebe ihre Stärken in Bezug auf das Streckenprofil ausspielen können. Clever!
*Plug-in-Hybrid-Electric-Vehicle

NÖN-Test: BMW 330e

noen/bvz, BMW

Karosserie: vier Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 4.633 x 1.811 x 1.429 Millimeter, Radstand 2.810 Millimeter, Wendekreis 11,3 Meter,
Eigengewicht 1.660 Kilogramm, Kof-ferraumvolumen ab 370 Liter.
Motor: Plug-in-Hybrid – Turbobenziner, vier Zylinder, 1.998 Kubikzentimeter, 184 PS, 290 Newtonmeter; Elektromotor, 88 PS, 250 Newtonmeter, Reichweite elektrisch rund 40 Kilometer, die Lithium-Ionen-Batterien (Energiekapazität: 7,6 Kilowattstunden) sind unter dem Koffer-
raum platziert; Systemleistung 252 PS, maximales Drehmoment 420 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 225 km/h, in 6,1 Sekunden auf Tempo 100, (ab) 1,9 Liter (mindes-tens ROZ 91) pro 100 Kilometer, (ab) 44 Gramm CO2 pro Kilometer, Abgasnorm Euro 6.
Kraftübertragung: Heckantrieb, Automatikgetriebe (acht Gänge).
Preis & Serienausstattung: 45.950 € (Testauto) – sechs Airbags, dynamische Stabilitätskontrolle, Fahrerlebnisschalter, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Audiosystem, Start/Stopp-Automatik, Bremsenergierückgewinnung. NoVA-Satz: null Prozent.
Fazit: Warum nicht?!