Erstellt am 04. April 2017, 05:01

von Thomas Vogelleitner

Lebensfreude inklusive. Die dritte Generation des Picanto (der Einstiegs-Kia) ist nicht nur richtig schick geworden, sondern fährt sich auch eine Klasse besser als zuvor.

Erstmals bietet Kia den Picanto in der Sportausführung GT-Line an. Ist ausstattungsmäßig auf dem Level der Version Gold – zusätzlich gibt es Sportstoßfänger vorne und hinten, einen Doppelrohrauspuff sowie Farbakzente (hier inder Farbe Rot). Fein:Navigation mit Android Auto und Apple CarPlay, induktives Smartphone-Laden …  |  NOEN, Kia

Die Südkoreaner geben heuer ordentlich Gas. Kurz nach dem neuen Rio geht jetzt der neue Picanto an den Start … Es handelt sich dabei um die dritte Generation – und die kann sich mehr als sehen lassen!

Selbstbewusst tritt der neue Picanto auf – ein City-Car, das Lebensfreude ausstrahlt. Natürlich mit der Kia-typischen „Tigernase“. Neu im Programm: GT-Line (X-Line folgt später) – die Sportversion hat zum Beispiel Farbakzente in Rot, Sil-
ber oder Schwarz (je nach Ka-rosseriefarbe), das kann schon
was …

Die Außenmaße blieben nahezu unverändert (3.595 Millimeter lang), dennoch verfügt der „große Kleine“ über mehr Platz (für Erwachsene ist es im Fond naturbedingt trotzdem eng) und den größten Kofferraum seiner Klasse (255 bis 1.010 Liter, vorher 200 bis 870 Liter). Da es im A-Segment einen starken Trend zu Fünf-türern gibt, wird das neue Modell nicht mehr dreitürig angeboten.

Blick in den Innenraum: Hat im Vergleich zum Vorgänger ein moderneres, eleganteres Interieur (markanter Touchscreen) – das strahlt Qualität aus. Mit der Liebe zum Detail: Als erstes Modell in seiner Klasse gibt es vorne eine in der Längsrichtung verschiebbare Mittelarmlehne (ab Version Silber).

Vorerst stehen zwei Benziner für den Fünfsitzer zur Auswahl: ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 67 PS, ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit 84 PS (ab 4,2 Liter pro 100 Kilometer). Mit beiden Motoren kann man gut leben (Höchstgeschwindigkeit bis zu 173 km/h). Das motorische Highlight wird im vierten Quartal 2017 nachgereicht: 1.0 T-GDI – Dreizylinder mit Single-Scroll-Turbolader, exakt 100 PS stark.

Diesel? Fehlanzeige – da gibt es im A-Segment wenig Nachfrage. Ist uns sofort aufgefallen: die Ruhe im Innenraum. Die Südkoreaner haben hier gezielt gegen Vibrationen sowie Straßen-, Wind- und Motorgeräusche isoliert. Das Resultat: einer der leisesten Innenräume im A-Segment. Auch bezüglich Agilität und Fahrspaß hat der Picanto einen weiteren Schritt nach vorne gemacht.

Das (ausgewogene) Fahrwerk ist neu, inklusive Torque Vectoring (eine zusätzliche Funktion des elektronischen Stabilitätsprogramms). Dieses System führt in Kurven zu mehr Sicherheit und stabilerem Handling, indem es bei schärferen Kurvenfahrten einem Untersteuern des Fahrzeugs entgegenwirkt.

Last but not least: Optional bzw. serienmäßig gibt es ein autonomes Notbremssystem. Gerade im städtischen Bereich schafft dieses Hightech-Assistenzsystem ein deutliches Plus an Sicherheit.