Erstellt am 23. Mai 2017, 04:57

von Peter Urbanek

Spaß am Autofahren. Der CX-5 hat sich zur tragenden Säule bei den Japanern entwickelt (bis dato weltweit 1,4 Millionen Mal verkauft). Das heißt: Keine Experimente bei der Neuauflage.

Der 4,55 Meter lange CX-5 Generation Nummer 2 hinterlässt einen selbstbewussten Eindruck. Der Ordnunghalber das Kofferraumvolumen: 506 bis1.620 Liter.  |  NOEN, Mazda

Blick zurück: 2012 kommt der CX-5 auf den Markt, der Beginn einer beeindruckenden Erfolgsstory … In Österreich wurden bis dato rund 11.000 Exemplare zugelassen – damit hat sich der Kompakt-SUV an die Spitze der Mazda-Verkaufscharts gesetzt. Übrigens werden acht von zehn CX-5 in Österreich als Allradmodelle gekauft – und sieben von zehn als Diesel. In Kürze geht die zweite Generation an den Start – ca. 50 Prozent aller Teile sind neu. Gezielte Evolution.

Das neue Design ist von minimalistischer, japanischer Ästhetik inspiriert und verzichtet auf überflüssigen Zierrat. Der Wagen legte in der Länge um einen Zentimeter zu, zugleich wurde er um 3,5 Zentimeter niedriger. Außerdem setzt die Windschutzscheibe um 3,5 Zentimeter weiter hinten an als beim Vorgänger. Insgesamt wirkt der CX-5 jetzt weniger hochbeinig, dafür umso kraftvoller. Die aufwändig lackierte Karosseriefarbe Crystal Soul Rot (Bild oben) verstärkt den selbstbewussten Auftritt.

Ganz nach der Mazda-Philosophie ist auch der neue CX-5 zum Selberfahren gebaut – nicht für die autonome Fortbewegung. Kein Kandidat für den neuen Hype autonomer Mobilität! Das Fahrdynamiksystem
G-Vectoring-Control in Verbindung mit dem tieferen Schwerpunkt und dem merklich steiferen Chassis machen aus dem 1,5 Tonnen schweren Japaner natürlich noch kein Rennfahrzeug, aber im Kurvendschungel rund um das Kloster Montserrat (bei Barcelona) geht die Post wie mit einer Sportlimousine ab, ohne spürbare Seitenneigung. Naja: Die elektronische Lenkung liebt keine zu direkten Einschläge, in engen Kurven muss nachgegriffen werden. Apropos Lenkung: Rund zwölf Meter Wendekreis sind selbst beim CX-5 ein Wert, der einmal nachgeschärft werden sollte. Fällt nach wenigen Metern auf: die angenehme Ruhe im Innenraum – das Ergebnis optimierter Aerodynamik und perfekter Dämmung. Plus: besserer Sitzkomfort vorne (straffere Polster mit mehr Seitenhalt). Die Mittelkonsole mit dem Schaltknauf liegt jetzt bis zu sechs Zentimeter höher und bietet dadurch eine bequemere Armauflage.

Unter dem Namen i-Activsense fasst Mazda seine sensorgesteuerten Assistenzsysteme zusammen. Der Tempomat regelt die Geschwindigkeit abhängig von den vorausfahrenden Autos und beherrscht in Verbindung mit dem Automatikgetriebe jetzt auch Start/Stopp-Verkehr. Da-
rüber hinaus gibt es Verkehrs-
zeichenerkennung, verbesserte Bremsassistenten oder die neue Head-up-Anzeige, die Infos wie Geschwindigkeit oder Naviga-
tionshinweise auf die Windschutzscheibe projiziert.

Zwei Diesel- und zwei Benzinmotoren stehen vorerst zur Auswahl. Ein Dämpfungselement zwischen Pleuel und Kolben (Name: Natural Sound Smoo-ther) sorgt bei den Selbstzündern für eine hohe Laufruhe. Ab September: 2,5-Liter-Benziner mit 194 PS (nur mit Allradantrieb und Automatikgetriebe zu haben) – hier setzt Mazda erstmals auf Zylinderabschaltung: Im Teillastbereich, beim Cruisen mit konstantem Tempo, werden zwei der vier Zylinder deaktiviert (bis Tempo 130).