Erstellt am 04. Juli 2016, 08:43

von Beatrix Keckeis-Hiller

Der neue VW up!. Der up! startet mit aufgefrischtem Outfit und adaptierter Technik in die nächste Runde. Als Draufgabe gibt es 90 Turbo-PS.

2012 beerbte der up! den Fox. Dessen Vorgänger, der Lupo, hatte mit Winzigkeit und Witzigkeit reüssiert, auch in einer GTI-Version mit 125 PS. Eine Reminiszenz, die sich angesichts des neuen Winzlings aufgedrängt hatte: Wohl mit kastenförmigem Aufbau auf möglichst viel Raum getrimmt brachte er genug optische Sportlichkeit mit, um gleich nach einem starken „cup-up!“ zu fragen …

Darauf lächelten die VW-Techniker nur. Inzwischen hat sich der Wolfsburger Benjamin mit seinen 999-Kubikzentimeter-Benzinern (60 oder 75 PS) samt der Elektro- und der Erdgas-Version – e-up! (82 PS, wird in der neuen Version nachgereicht) und eco-up! (68 PS, steht geliftet bereits ab dem Marktstart zur Verfügung) wacker gegen die etablierte Mitbewerberschar behauptet. Das Segment der Kleinwagen ist ein zwar kleines (rund fünf Prozent des Gesamtmarkts), aber prominent besetztes.

Der VW-Benjamin soll sich noch stärker behaupten, weshalb ihm vor kurzem ein Up-date verordnet wurde. Das rückte das Frontgrilldekor strenger, aber nicht allzu streng, gerade, und brachte ihm eine optische Rundumschärfung ein, die ihm gesteigertes Selbstbewusstsein verleihen soll – samt den neuen LED-Heckleuchten und den in die Außenspiegel integrierten Blinklichtern.

„Mit den erweiterten Personalisierungsmöglichkeiten hat der up! vor allem für junge Menschen an Attraktivität gewonnen.“ Karin Angerer, Pressesprecherin VW Österreich

Dazu kamen etliche neue Technikdetails, um ihn auf den aktuellsten Technologiestand zu bringen. Darunter eine neue Infotainment-Systemlösung, basierend auf der neuen Radio-Generation „composition“ in Kombination mit 3,1- oder 5,0-Zoll-Display.

Die Version „composition phone“ kommt mit dem größeren Bildschirm und ermöglicht mit einer Halterung die Integration von bis zu 5,5 Zoll großen Smartphones. Damit fällt das bisherige portable Navigationssystem „maps+ more“ weg. An dessen Stelle tritt eine gleichnamige App. Damit kann navigiert und kom-muniziert werden, auch mit handschriftlicher Sucheingabe (per Finger) auf dem Telefon-display.

Schärfer kann es jetzt unter der Haube zugehen. Es kommt eine Turbo-Version des Ein-Liter-Dreizylinders hinzu – 90 PS stark. Das macht ihn zwar noch lange nicht zum eingangs erwähnten „cup-up!“, wirkt sich aber fahrspaßfördernd aus. Portioniert wird die muntere Mehrleistung über ein manuelles Fünf-Gang-Getriebe, begleitet wird sie vom fröhlichen Orgeln des aufgeladenen Dreizylinders. Mit Fahrwerk, Lenkung und Bremsen passt er gut zusammen. Ein Preis für diese Power-Version steht noch nicht fest. Wer den Klang des Dreizylinders übertönen möchte, der kann das Soundsystem „beats“ mit sieben Lautsprechern und 300 Watt Leistung ordern.

Auf Assistenzsysteme nicht vergessen

Nach wie vor ist der up! drei- oder fünftürig zu haben (es soll auch ein up! Mini-Van kommen). Mit dem Modellwechsel wird ihm eine reichhaltigere Farbpalette mitgegeben. Außer Rot und Weiß gibt es unter anderem senfiges Gelb, blitzendes Blau oder flammendes Orange. Insgesamt offeriert der Personalisierungskatalog 13 Außen- und drei Dachfarben plus Dekorfolien.

Bunter kann es auch im Interieur getrieben werden, anhand von sieben Sitzdesigns oder Kontrastnähten und mit zehn Mustervarianten des Dashpads, sprich der Armaturenbrettabdeckung. Bei aller Dekoration wurde auf Assistenzsysteme nicht vergessen. Neu im 3,6-Meter-Auto ist die optionale Kombination der Einparkhilfe mit einer Rückfahrkamera.

Neu: VW up!

Start & Preis. Vorverkauf ab sofort, Markteinführung im September – ab 9.990 €. Das Einstiegsmodell Trend-line hat serienmäßig: vier Airbags, Stabilitätsprogramm, Anfahrassis-tent, Bremsassistent, City-Notbremsfunktion, Klimaanlage, CD/MP3-Radio.
Zum Start des Vorverkaufs schickt VW den up! mit dem „beats“-Paket ins Rennen – hat unter anderem ein 300 Watt starkes Soundsystem und wurde exklusiv vom US-Audiospezialisten BeatsAudio für VW abgemischt. Erhältlich für die Ausstattungslinie Comfortline ab 1.632,29 €.