Erstellt am 23. Mai 2017, 04:57

von Franz Farkas

Der Yeti ist Geschichte . Die Tschechen wollen mit dem komplett neuen Karoq neue und vor allem junge Kunden gewinnen. Wir meinen: Der Plan könnte, wird, aufgehen.

Weltpremierein Stockholm: Karoq. Die NÖN war live dabei und konntein dem SUV schon einmal probesitzen.Gefällt uns!  |  NOEN, Skoda

Skodas sympathischer Schneemensch, der Yeti, ist Schnee von gestern! Der Nachfolger heißt Karoq und ist größer und vor allem schicker geworden. Das Hosenträger-Image, das dem Yeti zeitlebens anhaftete, gibt es nicht mehr.

Optisch übernimmt der Karoq die Designsprache des Kodiaq, des größeren SUV-Bruders. Das heißt: emotional und ausdrucksstark das Aussehen, dazu gibt es (Skoda-typisch) zahlreiche kristalline Elemente. Wir meinen: ein absoluter Eyecatcher, ein durch und durch sympathischer Eyecatcher!

Innen dominiert zwar Kunststoff, der kommt aber fein rüber. Das Instrumentenpanel ist nun erstmals (wie auch bei VW und Audi) frei programmierbar und erlaubt eine weitgehende Individualisierung der Armaturen. Da der Karoq gegenüber dem Yeti um 16 Zentimeter gewachsen ist (4,38 Meter lang), steht spürbar mehr Platz zur Verfügung. So ist der Kofferraum um mehr als 100 auf 521 Liter gewachsen, bei umgeklappter Sitzbank sind es 1.630 Liter. In Verbindung mit der optionalen VarioFlex-Rückbank (drei separate Sitze, die einzeln verstellt und komplett ausgebaut werden können) ist der Stauraum variabel und fasst zwischen 479 und 588 Liter. Mit einem maximalen Laderaumvolumen von 1.810 Litern wird der Karoq zum Kleintransporter! Eine LED-Innenraumbeleuchtung sorgt für stimmungsvolle Atmosphäre, die in zehn Farben wählbar ist. Gimmicks, wie etwa der Eiskratzer im Tankdeckel, sind natürlich wieder an Bord, zudem lässt sich die Heckklappe nun per Fußkick öffnen. Insgesamt gibt es mehr als 30 „Simply Clever“-Details.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass sich der Karoq gut verkaufen wird!“ Justus Klug, Pressesprecher Skoda Österreic

Technisch basiert der neue Skoda auf dem nahezu baugleichen Seat Ateca (der ursprünglich sogar von den Tschechen entwickelt wurde) – der Spanier feiert derzeit große Erfolge (und hat dementsprechend lange Lieferzeiten). Bei den Motoren setzt man ausschließlich auf Turbo: Zwei Benziner und drei Diesel werden zur Auswahl stehen. Neu sind: 1.0 TSFI (115 PS, Dreizylinder), 1.5 TSI (150 PS, mit aktivem Zylindermanagement, zweiter und dritter Zylinder können kurzfristig abgeschaltet werden, wenn sie nicht benötigt werden), 1.6 TDI (115 PS, ab 4,5 Liter pro 100 Kilometer), 2.0 TDI (190 PS, ausschließlich mit cleverem Allradantrieb, optional mit Offroad-Modus, und genialem Doppelkupplungsgetriebe). Außerdem (nicht neu, aber bewährt): 2.0 TDI mit 150 PS. Start/Stopp-Technologie und Bremsenergierückgewinnung sind immer an Bord. Selbstverständlich gibt es auch alle Assistenten, die im VW-Regal greifbar sind – siehe Einparkassistent, siehe Spurwechselassistent, siehe Stauassistent, siehe Abstandsassistent …

Großen Wert hat man auf die Konnektivität gelegt. Induktives Laden des Smartphones ist genauso möglich wie der automatische Anschluss an die Außenantenne. Die Top-Infotainmentsysteme verfügen zudem über einen WLAN-Hotspot.

Start & Preis. Markteinführung im Oktober. Preise? Noch nicht bekannt – sie dürften bei 22.000/23.000 starten.