Erstellt am 14. September 2015, 09:24

Neu überarbeitet: Range Rover Evoque. Überarbeitetes Design, neue Motoren, moderne Assistenzsysteme … Der Range Rover Evoque sieht der zweiten Hälfte seines Modellzyklus optimistisch entgegen.

Respekt! Der Evoque kann offroad viel, sehr viel ... Und onroad? Dank überarbeitetem Fahrwerk geht er flott und agil um die Ecken, vergisst aber dank der variablen (und aufpreispflichtigen) MagneRide-Dämpfer den Komfort nicht. Auf das angekündigte Cabrio muss man übrigens noch bis 2016 warten.  |  NOEN, Land Rover
Kurzer Rückblick: Anfang 2008 zog man in Detroit das Tuch von einer beeindruckenden Studie. 2011 schlug der fertige Evoque auf dem Markt regelrecht ein: Die Verkaufszahlen von Land Rover gingen weltweit durch die Decke! Nach ein paar technischen Updates (wie: neungängige Automatik, 2013) und kleineren Modellpflegemaßnahmen präsentieren die Briten nun ihr Setup für die zweite Hälfte der ersten Generation.

„Der Evoque bleibt ein Glanzstück modernen
Automobildesigns – heute und in den
kommenden Jahren.“
Georg Staudinger, Verkaufsdirektor 
Land Rover Österreich

Das bewährte, dynamische Karosseriekonzept bleibt erhalten, die dezent umgezeichnete Frontpartie beherbergt (gegen Aufpreis) schicke Voll-LED-Scheinwerfer. Neue Räder und Lackfarben sind ebenso im Angebot wie die aktuelle Palette der Assistenzsysteme von Jaguar und Land Rover – als da wären:

Bewährt dynamisches Karosseriekonzept

Antriebskraftverteilung mit Torque Vectoring (Active Driveline), Allradprogramme (Terrain Response), All Terrain Progress Control zum schlupffreien Losfahren auf rutschigem Untergrund, eine Bergab- und Berganfahrhilfe, die Vermessung der Wassertiefe beim Durchfahren von Furten, MangeRide-Dämpfer (damit hat das Fahrwerk den Aufbau mindestens so effizient unter Kontrolle wie die Queen ihre Mimik) oder das Laser-Head-up-Display, die Spurhalte- und Toter-Winkel-Überwachung bzw. der Notfallbremsassistent – um nur einige zu nennen. Ebenso verfügbar:

Ein- und Ausparkassistent in alle Richtungen. Sehr empfehlenswert beim Dreitürer, dessen rückwärtige Übersichtlichkeit diese Bezeichnung eigentlich nicht verdient. Dabei ist der citytaugliche Designer-Premium-SUV nur knapp zwei Handbreiten länger als ein VW Golf.

Dem Komfort widmen sich das neue Entertainment-System InControl Touch und nicht zuletzt neu gestaltete Sitze in beiden Reihen. Apropos: Zum Gustieren der Optionen an Bordunterhaltungshardware nimmt man sich am besten einen freien Nachmittag – und für das gewünschte Einstellen aller Funktionen wird vielleicht noch mehr Zeit nötig sein.



Weder für gutes Geld noch nette Worte gibt es jedoch Haltegriffe über den Fenstern. Die wären recht hilfreich, damit derjenige, der im Dreitürer nach hinten gekraxelt ist, auch wieder aussteigen kann, ohne vorher ein Seminar im chinesischen Nationalzirkus zu besuchen. Und damit der Beifahrer den Fliehkräften nicht schutzlos ausgeliefert ist, denn der Evoque fährt sich im Bedarfsfall (mindestens) so dynamisch wie er im Stehen schon aussieht.

Kein Wunder: Die aus Aluminium gefertigten Euro-6-Turboaggregate sind brandneu. Sowohl der 2,0-Liter-Diesel (150 und 180 PS) als auch der 2,2-Liter-Benziner (240 PS, in 7,6 Sekunden auf Tempo 100) sind Eigenentwicklungen der Marke – während sie bei den jüngst vorgestellten Jaguar-Modellen XE und XF längs eingebaut werden, stecken sie beim Evoque hingegen quer unter der Haube. Mehr als vier Häferln spielt es weiterhin nicht, was beim Fahren aber wirklich nichts ausmacht. Beim Tanken allerdings schon: Mit 109 Gramm CO2 pro Kilometer (4,2 Liter pro 100 Kilometer) ist der Selbstzünder mit Frontantrieb und Handschaltgetriebe alles andere als ein böser Klimasünder …


Neu: Range Rover Evoque

Start & Preis. Fünftürer ab sofort erhältlich, Dreitürer ab Oktober. Einstiegspreise: Dreitürer 35.200 €, Fünftürer 35.500 €. Das Topmodell (mit 240 Benzin-PS) ist ab 70.700 € zu haben.

Sieben Ausstattungsversionen stehen zur Auswahl – die Einstiegsversion heißt Pure (Spurhalteassistent mit Notfallbremsassistent, Einparkhilfe hinten, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Audiosystem, Bluetooth). Schalt-
oder Automatikgetriebe (sechsgängig oder neunstufig), Front- oder Allradantrieb.