Erstellt am 23. November 2015, 08:32

von Franz Farkas

Nissan Navara. Es ist mittlerweile die zwölfte Generation des Navara – und der nächste Teil einer beeindruckenden Erfolgsstory.

Neuer NP300 Navara: Der Pick-up macht auf Crossover und wurde komfortabler. Erst kürzlich von einer Fachjury mit dem prestigeträchtigen »International Pick-up Award 2016« ausgezeichnet.  |  NOEN, Foto: Nissan
Pick-up-Modelle haben bei Nissan eine lange Tradition. Seit exakt 80 Jahren fertigen die Japaner Autos mit Ladefläche (insgesamt 14 Millionen Kunden weltweit) – das Erfolgsmodell NP300 Navara erscheint demnächst in der zwölften Generation. Man hat diesmal vor allem Europa im Visier, der neue Wagen soll „maßgeschneidert“ für unseren Kontinent sein. Er wird auch in Europa gefertigt – nämlich im neuen Werk in Barcelona (gemeinsam mit den Pick-ups von Renault und Mercedes-Benz, die übrigens auf der gleichen Plattform basieren).



Der NP300 Navara wird in drei Karosserievarianten (Chassis, King Cab, Double Cab), zwei Antriebsversionen (2WD/Heckantrieb, 4WD), zwei Dieselstärken (160, 190 PS), zwei Getriebevarianten (sechsgängiger Handschalter, siebengängige Automatik) sowie vier Ausstattungsversionen (siehe Infobox) angeboten. Zudem stehen mehr als 125 Zubehör-Optionen zur Auswahl (beispielsweise ein eigens entwickeltes Hardtop, das an die Zentralverriegelung gekoppelt ist und über eine Innenbeleuchtung sowie eine angepasste Innenverkleidung verfügt). Das „Schweizer Messer“ aus der Nissan-Palette leichter Nutzfahrzeuge lässt sich selbst für die kniffligsten Anforderungen passend konfigurieren. Nutzfahrzeug-Tristesse ade …

„Der neue NP300 Navara ist ein Arbeitstier in Reinkultur. Und
zugleich auch ein Lifestyle-Fahrzeug!“ Elisabeth Schaljo,
Pressesprecherin Nissan Österreich

Wie gehabt ist das Rückgrat ein stabiler Leiterrahmen, sonst allerdings blieb kein Stein auf dem anderen. So wurde zum Beispiel für die Version Double Cab eine neue Hinterachse entwickelt, die nicht mehr mit Blattfedern, sondern mit Schraubenfedern ausgestattet ist. Neben einem verbesserten Federungsverhalten ist diese Achse um ganze 20 Kilogramm leichter als sein blattgefedertes Pendant. Für Praktiker sind eine Tonne Nutzlast und 3,5 Tonnen Anhängelast sicher wichtig, aber auch für eine aktive Freizeitgestaltung sind diese Eigenschaften nicht verkehrt.

Das Fahrverhalten auf der Straße entspricht dem eines Pkws, einschließlich den für einen Pick-up erstaunlich geringen Fahrgeräuschen im Innenraum. Federung und Dämpfung sind ausgezeichnet, Langstrecken stellen mit ihm kein Pro-blem dar. Im Gelände gibt sich der über fünf Meter lange Wagen erstaunlich behände, dank Untersetzung sind auch schwierige Passagen gut zu meistern. Neu ist unter anderem eine 360-Grad-Rundumsicht-Kameraanlage, die man schnell zu schätzen lernt, wenn es einmal eng werden sollte.

Weniger kantig in der Optik

Der 2,3-Liter-Vierzylinder-Selbstzünder entfaltet seine Leistung kräftig schon aus dem niedrigsten Drehzahlbereich und ist vor allem in Verbindung mit der Sieben-Gang-Automatik eine feine Wahl. In der 190-PS-Version (mit Twin-Turbo-Aufladung) fehlt es auch bei voller Beladung nie an Kraft, auch schnelle Überholmanöver zu meistern.

Optisch ist der neue Nissan etwas weniger kantig, vorne fällt sofort der markante V-förmige Grill und die Bumerang-förmigen LED-Tagfahrlichter (beides typisch Nissan) ins Auge. Der Innenraum wirkt Pkw-ähnlich
– mit ergonomisch geformten Vordersitzen (nach NASA-Vorbild) und einem elegant geschwungenen Armaturenbrett. Hinten sitzt man in der Double Cab recht gut, die neue Klimaautomatik hat nun im Fond eine Belüftung.