Erstellt am 04. Juli 2016, 08:58

von Beatrix Keckeis-Hiller

Neuer Zafira: Frisch poliert, neu vernetzt. Rüsselsheim hat den (bis zu siebensitzigen) Zafira gezielt überarbeitet.

Verloren hat der Opel Zafira seinen Zusatznamen: Das Tourer in der Typenbezeichnung ist weg. Gewonnen hat er dafür, mit dem aktuellen Face- und Techniklift, ein markanteres Gesicht und eine Reihe von Verfeinerungen.

Damit offeriert der Kompakt-Van – die Opel-Leute nennen ihn gerne „Lounge auf vier Rädern“ – noch mehr „Weitreise-Komfort“. Und Konnektivität, um technologisch auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Denn selbst wenn die SUV-Flut auch am Kompakt-Van-Segment gehörig knabbert, sind die Deutschen davon überzeugt, dass ihr Zafira noch eine lange Zukunft hat. Eines der gewichtigsten Argumente dafür ist die optionale Siebensitzigkeit mit wirklich langstreckentauglichen Sitzmöbeln sowohl in der ers-ten als auch in der zweiten und auch noch in der dritten Reihe.

„Trotz des anhaltenden SUV-Trends sind wir davon überzeugt, dass der Zafira weiterhin eine strahlende Zukunft hat …“ Josef Ulrich, Pressesprecher Opel Österreich

Die Gesichtspolitur besteht in einer Neudefinition der LED-Tagfahrlicht-Signatur. Im Verein mit der etwas nach oben gerückten Chromspange auf dem Kühlergrill markieren die Lichtbänder jetzt eine durchgehend geschwungene Linie, die dem 4,67 Meter langen Familientransporter erhöhte Markanz und Präsenz verleiht. Mit dem Licht setzt Opel ein Technologie-Zeichen: Das neue AFL*-LED-System ermöglicht eine Anpassung der Leuchtkraft an die Fahrsituation. Das wird umgesetzt mittels neun unterschied-lichen Modi – unter anderem Stadt-, Landstraßen und Autobahnfahrten. Oder auch Energie sparen, etwa an der Ampel.

Überarbeitet wurde auch das Cockpit. Eine Reihe von Knöpferln und Tasten wurde eliminiert und die Bedienerführungen entweder in das Lenkrad oder in die Infotainmentzentrale, den mittig platzierten Sieben-Zoll-Touchscreen, transferiert. Der ist auch Zentrum der erweiterten Verbindungsfähigkeit des Zafira. Man kann demnächst mit dem Konnektivitätssystem (4.0 R IntelliLink) auch in Österreich Smartphones integrieren (iOS- und Android-System). Sich Internet auf LTE-Standard an Bord holen ist auch möglich mit einem fix verbauten Navigationssystem (950 IntelliLink).

Bekannte Motoren und Getriebe verbaut

Bis zu sieben Endgeräte können damit gekoppelt werden. Optional ist der Online- und Service- Assistent On-Star, mit unter anderem automatischer Unfallassistenz (ein sicheres Gefühl!). Antriebsseitig ist man vorerst bei den bereits bekannten Motoren und Getrieben geblieben: Vierzylinder-Turbobenziner mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum (120, 140, 170 und 200 PS), Vierzylinder-Turbodiesel mit 2,0 Liter Hubraum (130 und 170 PS), kombiniert sind die Antriebe entweder mit manuellem oder mit automatischem Sechs-Gang-Getriebe.

Fahreindruck? Mit dem 200-PS-Benziner kann man auf der deutschen Autobahn locker und dynamisch mithalten. Der 170-PS-Diesel ist auf kurvigen Landstraßen ein drehmoment- und durchzugsstarker Partner. Mit allen Antrieben sorgt das adaptive mechatronische Fahrwerk (FlexRide) für stets maßgeschneidert fahrsituationsgerechten Komfort. Das ist so überzeugend, dass selbst erschütterungsempfindliche Fondpassagiere auf längeren Autobahnetappen entspannt ein Schläfchen halten können …
*Adaptive Forward Lighting

  

Neu: Opel Zafira 

Start & Preis. Ab September – Benziner ab 26.190 €, Diesel ab 29.790 € (jeweils Aktionspreise). Das Einstiegsmodell Edition hat: sechs Airbags, ESP, Tempomat, Audiosystem (R 4.0 IntelliLink), Klimaanlage, Lederlenkrad, Sportfahrwerk, LED-Tagfahrlicht und -Blinker (Berganfahrhilfe für Automatikversionen). Die Ausstattungs-stufe Innovation hat weiters: Flex7- und Lounge-Sitzsystem, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Fernlichtassistent, Einparkhilfe vorne und hinten, 17-Zoll-Aluräder.

In Österreich erwartet: mindestens 60 Prozent Diesel, rund 60 Prozent Siebensitzer.