Erstellt am 18. Juli 2017, 04:58

von Franz Farkas

Bärig durch die Masuren. In den Masuren (das Land der 3.000 Seen) hat der Kodiaq eindrucksvoll bewiesen, dass man mit ihm nicht nur auf Asphalt lässig unterwegs sein kann …

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Der Erfolg des Kodiaq hat den österreichischen Skoda-Importeur selbst überrascht. Den SUV gibt es seit März – bis dato wurden schon über 800 Kaufverträge unterschrieben. Und ein Ende ist nicht in Sicht, die Warteliste wird immer länger. Wer heute bestellt, muss derzeit bis in den April 2018 warten, um vom Hof des Händlers fahren zu können.

Interessant ist die Tatsache, dass es sehr viele Umsteiger von anderen, vor allem deutschen Marken gibt. Und dass 26 Prozent der Käufer die dritte Sitz-reihe ordern, die den Gepäckraum nicht so sehr einengt wie bei manchem Mitbewerber. Auch die Allradquote von 76 Prozent ist beachtlich. Und
94 Prozent der Käufer entscheiden sich für einen Selbstzünder mit 150 oder 190 PS.

Mit 190 (Diesel-)PS, Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe machten wir eine Ausfahrt in Polen – die „Kodiaq-Tour 2017“.

Die Masuren sind eine naturbelassene Region des ehemaligen Ostpreußens im Norden Polens in der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Viele unbefestigte Wege durch schier endlose Wälder entlang der zahllosen Seen sind genau der richtige Auslauf für den Skoda, der kaum von einer Situation zu beeindrucken war. Lediglich die Reifen begrenzten den Fahrspaß: Das Ersatzrad auf den Dächern der Autos war angesichts mehrerer Reifenpannen weit mehr als ein nettes Gimmick. Erstaunlich ist auch, dass das nicht gerade kleine und nicht gerade leichte Auto kaum aus der Ruhe zu bringen war und stoisch Steigungen, Ge-
fälle und wagengroße Schlaglöcher hinnahm, ohne seine Besatzung allzu sehr zu malträtieren (Tipp: Fahrmodus Comfort nehmen). Und: Auf den 4x4-Antrieb kann man sich mehr als verlassen!

Die Tour selbst führte von Warschau nach Pultusk, einer der ältesten Städte Polens mit einem mittelalterlichen Marktplatz, der heute noch benützt wird. Danach ging es in die Johannisburger Heide, eine beeindruckende Landschaft mit Seen und Sümpfen, daneben der Nidzkie See, einer der Vorboten der Masurischen Seenplatte. Das Zentrum selbst ist Mikotajki, direkt im Herzen der Masurischen Seen, eher touristisch und wie alle Orte extrem sauber und nett. Sehenswert in der Gegend auch die Wolfsschanze, ab 1940 Hitlers Hauptquartier, heute eine immer noch beeindruckende Ruinenstadt mit eigenem Bahnanschluss und zwei Flughäfen. Interessant sind auch die Schiffshebewerke am Oberlandkanal, wo die Schiffe mit Hilfe von „Rollwagen“ angehoben werden, eine kostengünstige Alternative zu Schleusen.

Mit dem großen Bären war die Tour jedenfalls ausgezeichnet zu fahren! Wir freuen uns schon auf die im Frühjahr kommende Version Sportline und den ebenfalls bald erhältlichen RS mit vermutlich 245 PS.