Erstellt am 21. Oktober 2016, 11:15

Linksfahren: Ärgernis und Sicherheitsrisiko. Nur 30 Prozent halten sich nach eigenen Angaben „immer“ an Rechtsfahrgebot.

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Gleich nach dem gefährlichen Drängeln empfinden es Lenkerinnen und Lenker als zweitgrößte Gefährdung und Stresssituation auf Autobahnen und Schnellstraßen: Das hartnäckige Fahren auf dem linken oder mittleren Fahrtstreifen, obwohl rechts genug Platz wäre.  Der Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot steht in Zusammenhang mit dem Risikofaktor Drängeln und wirkt sich nach einer aktuellen Umfrage negativ auf das Verkehrsklima und die Verkehrssicherheit aus.

Und es sorgt auf gut ausgebauten mehrstreifigen Strecken für unnötige Staus. „Rechts fahren, Stress sparen“ ist daher Titel, Tipp und Ziel der aktuellen ASFINAG Informationskampagne. Links- oder Mittelstreifenfahrer sind sich selbst meist keines Risikos bewusst.

Das Problem: Sie provozieren aggressives und gefährliches  Verhalten anderer. „Linksfahrer können und dürfen niemals ein Grund für dichtes und hochriskantes Auffahren sein“, sagt Rainer Kienreich, Geschäftsführer der ASFINAG Service Gesellschaft, „die Einhaltung des Rechtsfahrgebotes ist neben Abstand aber ebenso eine unverzichtbare Komponente für ein sicheres Miteinander auf den Straßen.“

Aktuelle Umfrage Linksfahren: Die Fakten für Niederösterreich

• 63 Prozent fühlen sich durch Langsamfahren auf dem mittleren oder linken Fahrstreifen sehr oft oder häufig "gefährdet", sogar knapp 86 Prozent zumindest "gestresst". Linksfahren ist nach dichtem Auffahren das am zweitmeisten störende Verhalten anderer Autofahrer auf Autobahnen.

• 99 Prozent wissen, dass auf Autobahnen und Schnellstraßen das Rechtsfahrgebot gilt.

• Trotz des großen subjektiven Gefährdungsgefühls halten sich in Niederösterreich nur 30 Prozent nach eigenen Angaben „immer“ daran.

• Weitere 62 Prozent sagen, dass sie sich "fast immer" daran halten – das bedeutet, dass es für diese Autofahrerinnen und Autofahrer bewusste Situationen gibt, in denen sie sich nicht daran halten.

• 86 Prozent sehen sich durch Linksfahrer zum Rechtsüberholen verleitet. 62 Prozent sagen, dass Linksfahrer dazu nötigen, beim Überholen schneller zu fahren.

• Die drei Top-Motivationen für Linksfahren in Niederösterreich: 65 Prozent wollen anderen beim Einfädeln helfen, 38 Prozent wollen schneller vorankommen, 23 Prozent fürchten nicht mehr von der rechten Spur wegzukommen.