Erstellt am 25. September 2017, 14:16

von Thomas Vogelleitner

Neu: Kia Niro Plug-in-Hybrid. Der Niro mit Steckdosenanschluss ist eine neue Variante des Hybrid-Crossovers.

Kia

Er hat eine kombinierte CO2-Emission von 30 Gramm pro Kilometer (NEFZ) und eine rein elektrische Reichweite von bis zu 55 Kilometern. Im Gegensatz zu konventionell angetriebenen Crossover-Modellen bietet der Niro Plug-in-Hybrid die Möglichkeit, kurze Fahrten und tägliches Pendeln emissionsfrei und mit geringen Betriebskosten zu absolvieren.

„Nach Schätzungen von Marktexperten wird der Absatz an Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen in Europa bis Ende 2023 auf über 600.000 Einheiten pro Jahr steigen. Zugleich wird dem Crossover-Segment ein weiteres Wachstum prognostiziert“, sagt Michael Cole, Chief Operating Officer von Kia Motors Europe. „Es gibt daher eine immer stärkere Nachfrage nach Fahrzeugen, die die praktischen Qualitäten und das coole Image eines kompakten Crossovers mit den extrem niedrigen Emissionen eines modernen Plug-in-Antriebs verbinden ...“

Das Herzstück des Antriebs ist eine leistungsstarke Lithium-Ionen-Polymer-Batterie, deren Kapazität mit 8,9 Kilowattstunden deutlich höher ist als die der Modellvariante ohne Steckdosenanschluss (1,56 Kilowattstunden). Auch der Elektromotor ist mit 44,5 Kilowatt um rund 40 Prozent kraftvoller als beim Standardmodell (32 Kilowatt). Neben den Komponenten des Elektroantriebs beinhaltet das moderne Parallelhybridsystem einen 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer, der 105 PS Leistung und 147 Newtonmeter Drehmoment mobilisiert. Das Gesamtsystem hat eine Leistung von 141 PS und ein maximales Drehmoment von 265 Newtonmetern.

Verschiedene moderne Technologien arbeiten Hand in Hand

Auf die Vorderräder übertragen wird die Antriebskraft durch ein sechsstufiges Doppelkupplungsgetriebe, das eine schnellere Rückmeldung und mehr Fahrspaß bietet als die im Hybridsegment weit verbreiteten elektronisch gesteuerten stufenlosen Getriebe. Das Doppelkupplungsgetriebe ist mit einem „Transmission-Mounted Electric Device“ kombiniert und kann durch diesen ins Getriebegehäuse integrierten Elektromotor die volle Leistung von Verbrennungs- und Elektromotor parallel übertragen, so dass nur minimale Energieverluste auftreten.

Damit sowohl beim rein elektrischen Fahren als auch im Hybridbetrieb die Batterie möglichst effizient genutzt wird, arbeiten im Niro Plug-in-Hybrid verschiedene moderne Technologien Hand in Hand. Das regenerative Bremssystem wandelt beim Bremsen und auch beim Coasting (freies Rollen) kinetische Energie in elektrische um und lädt damit die Batterie auf. Und das neue „Eco DAS“-System („Eco-Driving Assistant“) weist den Fahrer darauf hin, wie er unter den jeweiligen Bedingungen effizienter fahren kann. Es umfasst zwei Assistenten, mit denen sich je nach Fahrsituation Energie sparen oder zurückgewinnen lässt: den Coasting-Assistenten und den vorausschauenden Energieeffizienz-Assistenten.

Der Coasting-Assistent („Coasting Guide Control) signalisiert dem Fahrer, wann er vor einer Kreuzung den Fuß vom Gas nehmen sollte, damit das Fahrzeug ausrollen und dabei durch Rekuperation die Batterie aufladen kann. Arbeitet mit dem Navigationssystem zusammen und wird beim Festlegen eines Fahrziels automatisch aktiviert. In einem bestimmten Geschwindigkeitsbereich gibt das System dem Fahrer dann durch ein Symbol in der Instrumenteneinheit und ein dezentes akustisches Signal die Coasting-Empfehlung.

Der Energieeffizienz-Assistent („Predictive Energy Control“) nutzt neben der Navigation die Geschwindigkeitsregelanlage, um Steigungen oder Kurven in der Fahrstrecke zu antizipieren. Auf Basis dieser Informationen entscheidet das System, wo sich die Batterie am besten aufladen lässt und wo die gespeicherte Energie am sinnvollsten für den Antrieb genutzt wird. „Sieht“ das System  zum Beispiel eine Steigung kommen, kann es vorher die elektrische Energie zurückhalten, um dann beim Anstieg den Verbrennungsmotor stärker zu unterstützen. Und falls die Batterie vollgeladen ist und eine Gefällestrecke absehbar ist, setzt das System davor verstärkt elektrische Energie ein, um anschließend die abschüssige Fahrbahn optimal zum Laden der Batterie nutzen zu können.

Praktisch: Kofferraumvolumen ab 324 Liter, Anhängelast gebremst maximal 1.300 Kilogramm.