Erstellt am 05. Januar 2016, 05:28

von Stefan Jedlicka

20.000 Euro für Ball. Bürgerlisten-Stadtrat August Breininger fordert mehr Geld für Sozialmarkt – und vergleicht Kosten für „Ball Imperial“.

Der Ball Imperial der Stadt geht am Samstag im Casino über die Bühne.  |  NOEN, Stadtgemeinde

„Ein Herz für den Badener Sozialmarkt“ fordert Stadtrat August Breininger (Bürgerliste „wir badener“). Hintergrund: Sozialmarkt-Chef und Bürgerlisten-Stadtrat Jowi Trenner hatte um eine Erhöhung der Subvention angesucht. „Statt derzeit 3.000 Euro wenigstens 7.500 Euro Förderung pro Jahr, um damit die Miet- und Betriebskosten zu bezahlen“, so Breininger. „Andere Städte subventionieren ihre Sozialmärkte um ein Vielfaches höher.“

Was Breininger besonders stört, ist der Vergleich mit den Ausgaben der Stadt für Bälle und Veranstaltungen im Jahr 2016. Dafür sind im Budget 70.000 Euro eingeplant. Um 21.000 Euro mehr als 2015. Der Großteil, rund 50.000 Euro davon entfällt auf den „Ball Imperial der Stadt Baden“, der am kommenden Samstag auf dem Programm steht. Die von Trenner erbetene Subvention wurde von Bürgermeister Kurt Staska (VP) abgelehnt.

Zahl  Eintrittskarten verdoppelt

Dieser verteidigt die Entscheidung. „Es gibt sehr viele Vereine und Institutionen in Baden, die von der Stadt unterstützt werden. So auch der Sozialmarkt. Wie soll ich den anderen erklären, warum die Subvention für einen erhöht wird, aber für die anderen nicht?“ fragt er in Richtung Bürgerliste. Und er rechnet vor: „Den Ausgaben von rund 50.000 Euro für den Ball Imperial stehen auch nennenswerte Einnahmen gegenüber.“

Unter dem Strich koste der Abend die Stadt knapp 20.000 Euro. „Das ist natürlich viel Geld, aber wir standen vor der Entscheidung, den Ball entweder ganz einzustellen, weil in den vergangenen Jahren immer weniger Besucher kamen, oder ihn völlig neu zu positionieren. Das ist gelungen, der Ball hat von Anfang an voll eingeschlagen“, so Staska.

Die Zahl der verkauften Eintrittskarten habe sich bereits im ersten Jahr fast verdoppelt, betont der Bürgermeister: „Die Veranstaltung ist auch ein wichtiger Imageträger für Baden über die Stadtgrenzen hinaus. Es war also eine Grundsatzentscheidung – und sie war richtig.“