Erstellt am 07. Dezember 2015, 09:11

von Stefan Jedlicka

Ärger um Schulbus. Durch Änderung der Citybuslinien kommen einige Kinder jetzt später und nach längerem Fußmarsch zur Pfarrschule.

 |  NOEN, Symbolbild

Gar nicht erfreut über die Änderung des Citybus-Fahrplanes mit 14. Dezember ist eine Badener Mutter. Grund: für Kinder aus dem Bereich Braitnerstraße, Hartergasse, Schießgraben, gibt es dann keine direkte Verbindung mehr zur Pfarrschule.

Umstellung bedeute Stress für die Schüler

Die Citybuslinie B kommt künftig am Josefsplatz an, nicht mehr in der Pfarrgasse. Und das zehn Minuten später als bisher.

Die Schüler müssen durch die Innenstadt zu Fuß zur Schule gehen. Bei Verspätungen, fürchtet die Mutter, würden die Kinder möglicherweise zu spät zum Unterricht kommen. In jedem Fall bedeute die Umstellung Stress für die Schüler.

Baudirektor Michael Madreiter ersucht als zuständiger Abteilungsleiter des Rathauses um Verständnis. Die betroffene Citybuslinie B müsse künftig zur Marchetstraße geführt werden, nicht mehr zur Pfarrschule, um Verzögerungen im Fahrplan auszugleichen. „Derzeit ist es kaum möglich, den Halbstunden-Zyklus stabil einzuhalten“, erklärt er.

„Müssen Umsteigemöglichkeiten gewährleisten“

Die Umsstellung sei in Absprache mit der Direktion und dem Schulreferat der Stadt erfolgt. „Der Bus kommt um 7.46 Uhr am Josefsplatz an, die Kinder haben also 14 Minuten, um durch die Fußgängerzone rechtzeitig zur Schule zu kommen“, so Madreiter, der betont: „Es sind rund 1.500 Fahrgäste täglich im Citybus und wir müssen funktionierende Umsteigemöglichkeiten innerhalb der verschiedenen Linien gewährleisten, außerdem zu den Anschlusszügen der Südbahn und wir haben sieben Schulen in Baden mit verschiedenen Beginnzeiten. Es ist leider einfach nicht möglich, alle individuellen Wünsche zu erfüllen.“

Auch Otto Wolkerstorfer, Leiter des Schulreferates, beruhigt: „Die Direktion wird natürlich bei eventuellen Verspätungen auf die neue Situation Rücksicht nehmen. Grundsätzlich appellieren viele Schulen aber, Kindern morgens einen Schulweg zu Fuß zu ermöglichen. Das ist absolut vernünftig. Und der Weg durch die Fußgängerzone ist ein sehr geschützter.“