Erstellt am 29. April 2016, 05:34

Algen im Schlossteich. Der Schlossteich kommt nicht zu Ruhe: Nach der Schlammbeseitigung fürchten besorgte Bewohner nun die Algenpest.

Ortschef Christian Macho und Vize Klaus Windbüchler: Weniger Algen dank Sauerstoffzufuhr.  |  NOEN, Foto: Dusek

Rund um das Wasserschloss zeichnet sich ein Bild der Idylle: Nachdem alte Quellen durch die Schlammbeseitigung freigelegt wurden, blühen Schwertlilien entlang des Ufers, Sonnenstrahlen streifen durch das kristallklare Wasser bis auf den Grund des Teiches, Himbeersträucher bahnen sich ihren Weg. Doch mit den wärmeren Temperaturen klopft ein vermeintliches Unheil an die Wasseroberfläche: „Tatsächlich handelt es sich bei Algen um ein Anzeichen für eine gute Wasserqualität“, beruhigt Bürgermeister Christian Macho.

Dieser Umstand wurde nach einem ersten Lokalaugenschein mit Professor Otto Moog von der Universität für Bodenkultur auch bestätigt. Und so wird der Schlossteich gleich zum Forschungsobjekt: Im Rahmen einer Bachelor Arbeit wird von Studenten eine Bestandsaufnahme der Gewässerbeschaffenheit betreffend Temperatur, Leitfähigkeit, Wasserqualität und vielen weiteren Aspekten durchgeführt. Darauf aufbauend will die Gemeindeführung entscheiden, welche Tiere und Pflanzen in den Teich kommen.

„Möglicherweise nutzen wir den Teich für die Fischerei, oder aber wir schaffen einen natürlichen Lebensraum für bedrohte Arten“, kündigt Macho an. Vizebürgermeister Klaus Windbüchler erklärt vor Ort, welche Maßnahmen gegen die optisch unvorteilhaften Algen umgehend gesetzt wurden: „Mittels Pumpe kommt es zu einer Bewegung des Wassers, zusätzlicher Sauerstoff wird zugeführt. Das schränkt die weitere Entwicklung der Algen ein.“