Erstellt am 23. Februar 2016, 05:04

von Sonja Pohl

Ampeln bleiben verhüllt. Rätsel um seit Jahren montierte, aber verdeckte Ampeln für Rechts- und Linksabbieger. Vorerst wird sich daran jedoch nichts ändern. Verkehr wird evaluiert.

Die Ampeln an der Kreuzung Dammgasse/ Waltersdorfer Straße bleiben noch verhüllt.  |  NOEN, Pohl

"Seit gut zwei Jahren warte ich nun auf die Fertigstellung der Ampel bei der Dammgasse/Waltersdorfer Straße beim Bahnhof“, ärgert sich NÖN-Leserin Helga Sixta. Sie selbst sei an der Kreuzung beinahe mit einem anderen Fahrzeuglenker kollidiert. „Ich wartete den lange nicht enden wollenden Gegenverkehr ab. Um den Kreuzungsbereich möglichst rasch verlassen zu können, fuhr ich bis zum Kreuzungsmittelpunkt vor.

Da hier aber auch die Gleise der Badner Bahn kreuzen, muss man so weit vorfahren, dass die Ampelanlage nicht mehr sichtbar ist“, beschreibt sie die Situation. „Als ich die Kreuzung verlassen wollte, fuhr ein von der Waltersdorfer Straße kommendes Auto – wahrscheinlich hatte er schon Grün – rasch los.

Fast wäre es zum Zusammenstoß gekommen“, erinnert sich Sixta. Und: „Ungefähr drei Wochen später wurden links und rechts der Ampel, neue, allerdings noch verhüllte, Ampeln montiert, sichtlich für die Links- und Rechtsabbieger. Meine Freude war groß. Allerdings sind seither zwei Jahre vergangen.“

Zufahrt zum neuen Parkdeck errichtet

Stadtrat Rudolf Gehrer (VP) kennt die Situation. „Die Dammgasse fällt als Landessstraße in die Kompetenz der Straßenbauabteilung des Landes NÖ“, betont er. In den kommenden Wochen werde die Zufahrt zum neuen Parkdeck errichtet. „Und auch die Verkehrsfrequenzen beim Kreuzungsbereich evaluiert, um die Ampelschaltung entsprechend zu adaptieren“, weiß Gehrer.

Die Einbindung der dort für Links- und Rechtsabbieger zusätzlich montierten Ampeln mitüberprüft. „Was bislang allerdings problematisch schien. Dies zeigen zumindest entsprechende Erfahrungswerte bei einer gleichen Kreuzungssituation in einer anderen Stadt“, weiß Gehrer.

Der nächste mehrstrahlige Kreuzung an der Waltersdorfer Straße vor der Remise kommt ohne Ampel aus. „Weniger Verkehrsregeln, bei mäßigem Tempo, sorgen dort für erhöhte Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer“, so Gehrer.