Erstellt am 04. April 2017, 04:00

von NÖN Redaktion

Brutale Bande ausgeforscht: Polizei ersucht um Hinweise. Auch in Bad Vöslau agierten die Männer brutal. Hinweise zu weiteren, ähnlich gelagerten Straftaten erbeten.

LKA NÖ

Das Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Raub, ermittelt seit November 2016 gegen eine sechsköpfige albanisch/türkische Tätergruppe, die in äußerst brutaler Art in Niederösterreich und Wien ihre Opfer überfielen, mit Schussabgaben bedrohten, durch Misshandlungen sowie Messerstichen schwer verletzten und in weiterer Folge teilweise beraubten.

Aufwendige Ermittlungsarbeiten

Bei den sehr aufwendigen Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen sowie durch Spurenabgleichen und Zeugenvernehmungen wurden die sechs Beschuldigten nun ausgeforscht. Nach Observationen und großangelegten Zugriffsaktionen sowie teilweise durch Zwangsöffnungen von Wohnungen wurden die Männer Anfang März mit Unterstützung des Einsatzkommandos Cobra an Adressen in Wien festgenommen.

Sie gestanden teilweise ein, in verschiedener Zusammensetzung agiert zu haben, belasteten sich jedoch gegenseitig.

Ein Fall spielte sich in Bad Vöslau ab: Laut Landespolizeidirektion hatten drei Verdächtige – der türkische Staatsangehörige Enis P., der staatenlose Adem B. und der österreichische Staatsbürger Selman M. – am 20. November 2016 nachts einen türkischen Staatsbürger in Wien-Favoriten, Triesterstraße, gezwungen, in ein Geländefahrzeug einzusteigen.

Brutale Attacken auf Vöslauer Freilandgebiet

Sie fuhren mit ihrem Opfer nach Bad Vöslau, wo sie den 40-Jährigen in einem abgelegenen Freilandgebiet mit vorgehaltenem Messer dazu nötigten, seine Umhängetasche mit einem vierstelligen Bargeldbetrag und persönlichen Dokumenten herzugeben. Anschließend sollen sie dem Mann in beide Oberschenkel gestochen, ein Messer gegen den Hals gedrückt und ihn aufgefordert haben, um sein Leben zu flehen.

Außerdem wurde dem Mann angedroht, seine Familie zu töten, wenn die Polizei verständigt werde. Die Beschuldigten ließen den geschockten Schwerverletzten am Tatort zurück und flüchteten mit ihrer Beute.

Die umfangreichen Ermittlungen dauern noch an. Die Tätergruppe wird zu weiteren, ähnlich gelagerten Straftaten überprüft. Die Veröffentlichung der Lichtbilder soll zur Klärung beitragen. Zweckdienliche Hinweise an das Landeskriminalamt NÖ werden vertraulich behandelt: 059133 30-3333.