Baden

Erstellt am 18. Oktober 2016, 06:31

von Stefan Jedlicka

Adventmeile heuer ohne Eislaufplatz. Umstrittene Synthetik-Eisfläche am Josefsplatz ist wieder Geschichte. Dafür mehr „traditionelle Adventlandschaft“.

Badener Adventmeile  |  PSB

Die Diskussion in der Stadtpolitik war lang und erbittert geführt worden: Nach der Schließung des Eislaufplatzes in der Fabriksgasse hatte die ÖVP/ Grünen-Koalition 2013 beschlossen, während der Wintermonate eine Synthetik-Eisfläche am Josefsplatz zu errichten. Die Opposition lief gegen die Ausgaben von mehr als 70.000 Euro für die Kuntsstoff-Elemente Sturm. Der „Eiszauber“ startete dennoch. Heuer ist er aber schon wieder Geschichte.

In der Badener Adventmeile 2016 ist die Eisfläche nicht mehr vorgesehen. Auf dem Josefsplatz soll es – wie in früheren Jahren – eine „traditionelle Adventlandschaft mit Hütten und verstärkter, stimmungsvoller Beleuchtung geben“, lässt Bürgermeister Stefan Szirucsek (VP) wissen. Die Eislauffläche sei in den letzten drei Jahren immer weniger in Anspruch genommen worden. Man wolle sie „anderweitig verwerten“. Was das bedeutet? „Der Eiszauber hat nicht jene Frequenz gebracht, die sich die Verantwortlichen erwartet haben. Daher werden die Platten seit Sommer abverkauft“, sagt Szirucsek. „Das Interesse war relativ groß, vor allem von Seiten anderer Gemeinden.“

Kurpark, Theaterplatz und Hauptplatz forciert

Nach der Adventmeile 2015 habe die Stadtgemeinde die Rückmeldungen der Bevölkerung und der Advent-Besucher analysiert. Das Ergebnis: „Eine Vermischung mit Sportangeboten wurde mehrheitlich als nicht sinnvoll angesehen. Der Badener Advent soll sich auf das bewährte Erscheinungsbild konzentrieren und wie in den letzten Jahren der Kunst breiten Raum lassen“, sagt Szirucsek.

Und: „Vor allem das Dreieck Kurpark-Theaterplatz-Hauptplatz wird forciert“ Wichtig sei es, das traditionelle „Badener-Advent-Feeling“ zu betonen: „Flanieren und genießen in unvergleichbarem Ambiente.“ Der Perchtenlauf sei ebenfalls ein Publikumsmagnet und bleibe daher erhalten. Er wird heuer am 4. Dezember stattfinden.

Stadtrat Jowi Trenner (Bürgerliste „wir badener“) ärgert sich: „Der bereits damals von uns massiv kritisierte Pseudo-Ersatz für den geschlossenen Eislaufplatz entpuppt sich nun endgültig als Desaster. Auch finanziell. Damit gehen weitere verschwendete 100.000 Euro auf das Konto der schwarz-grünen Stadtkoalition.“ Und SP-Chef Markus Riedmayer stimmt zu: „Wir haben immer gesagt, dass diese Spaß-Rutschfläche nicht ankommen wird. Statt einen vernünftigen Ersatz für die Kunsteisbahn zu finanzieren, haben wir den Rohrkrepierer, den wir angekündigt hatten.“

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