Baden

Erstellt am 15. Juni 2017, 05:00

von Andreas Fussi

Altes Krankenhaus: Abbruch verzögert sich. Verzögerung bei Abbrucharbeiten, da vermehrte Arbeitsschritte im Inneren des ehemaligen Badener Spitals nötig sind, um Entsorgungsvorschriften einzuhalten.

Webcam der Baustelle, wo die schrittweise Abtragung des alten Gebäudes beobachtet werden kann.  |  www.it-wms.com

Unmittelbar nach der Inbetriebnahme des Klinikneubaus in Baden wurde im Spätherbst 2016 mit den Vorbereitungen für den Abbruch des alten Spitalgebäudes begonnen und seither kontinuierlich daran gearbeitet.

Allerdings gestalten sich die Arbeiten komplexer als ursprünglich angenommen, weshalb der Abbruch etwas länger als geplant dauern wird, heißt es seitens des Landesklinikums Baden-Mödling.

Zur Erfüllung aller Vorschriften hinsichtlich Entsorgung, Recycling und Hygiene wurden in den letzten Wochen vermehrt Arbeitsschritte im Gebäudeinneren durchgeführt, was zu den Verzögerungen geführt hat. Die Verantwortlichen gehen nun davon aus, dass der Abbruch erst bis Ende des Jahres abgeschlossen sein wird.

Im Altbau wurden die zur Errichtungszeit üblichen, dem damaligen Stand der Technik entsprechende Baustoffe angetroffen (wie zum Beispiel Faserzementplatten und Polystyroldämmstoffe).

Gang zwischen Landespflegeheim und -klinikum

Nach heutigem Stand der Technik sind erhöhte Aufwände bei der Trennung der einzelnen Baustoffe erforderlich, „um einen hohen Recyclinggrad und eine ressourcenschonende Weiterverwendung der einzelnen Baustoffgruppen zu ermöglichen“, heißt es seitens des Landesklinikums. Nicht weiterverwendbare Baustoffe werden fachgerecht ausgebaut und deponiert oder thermisch verwertet.

Nach Beendigung der Abbrucharbeiten werden auf der Fläche zwischen neuem Landespflegeheim und neuem Landesklinikum Grünanlagen sowie auch ein Therapiegarten für die Psychiatrie angelegt. Zudem wird ein direkter Verbindungsgang zwischen Landespflegeheim und Landesklinikum errichtet sowie eine Kinderbetreuungseinrichtung gebaut.