Baden

Erstellt am 12. Juli 2017, 05:57

von Andreas Fussi

AMS sieht Trendwende. Trotz weiter steigenden Arbeitskräftepotenzials wird Zahl der Jobsuchenden auch in Baden heuer leicht sinken. Kampf der steigende Langzeit- und Altersarbeitslosigkeit.

Christine Grill-Eisner, Claudia Schweiger und Wilhelm Djordjevic freuen sich über gute Daten beim AMS.  |  NOEN, Fussi

Erste Anzeichen für eine Trendwende am Arbeitsmarkt sieht Badens AMS-Chefin Claudia Schweiger: „Von Jänner bis Ende Juni haben 4.212 arbeitsuchende Kunden des AMS Baden wieder eine Arbeit aufgenommen. Das sind immerhin um 103 oder 2,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.“ Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei den gemeldeten offenen Stellen: „Dem AMS wurden 3.317 freie Stellen zur Besetzung gemeldet – um 612 oder 22,6 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2016.“

„Wir sind auf einem guten Weg“, so Schweiger. Das Wirtschaftswachstum kurbele auch im Bezirk Baden die Beschäftigung an, der weiter Höchststände bei den unselbständigen Beschäftigten verzeichne. Aktuell seien etwa 56.500 Personen in Baden unselbständig beschäftigt, um 700 mehr (1,3%). Allerdings dauere für Personen ab 50 Jahren die Suche nach einem passenden Arbeitsplatz etwa dreimal so lang, konstatiert Schweiger.

Ausbildungsgarantie bis 25

Hier soll die nun gestartete Aktion 20.000 der Bundesregierung Abhilfe schaffen. Die Förderung des AMS für die beteiligten Gemeinden kann dabei zwei Jahre lang bis zu 100 Prozent betragen. Schweiger: „Es geht dabei um zusätzliche Beschäftigte im gemeinnützigen Bereich.“ Bis zu 100 neue Jobs sollen bis Ende das Jahres im Bezirk Baden geschaffen werden. „Die Gemeinden sind zum Teil sehr kreativ in der Arbeitsplatzbeschaffung“, weiß CCC zu berichten. Etwa Museumsbetreuer oder Energieberater.

Aber auch für junge Leute werde viel getan. Schweiger verweist auf das Programm „AusBildung bis 18“: „Damit verfolgen wir das Ziel, Jugendliche noch besser auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten.“ Durch die Ausbildungspflicht wurden bereits zahlreiche Angebote geschaffen wie Jugendcoaching, Berufsorientierung und Produktionsschulen.

Zusätzlich gibt es die Ausbildungsgarantie bis 25, mit dem Ziel, arbeitslosen Jugendlichen ohne abgeschlossene Berufsausbildung Qualifizierungsangebote zu ermöglichen. Zur individuellen Unterstützung wurde ein Förderpaket geschnürt – wie die überbetriebliche Lehrausbildung. Insgesamt wurden so 580 Plätze geschaffen, etwa 12 Plätze für lernschwache Jugendliche in der Gastronomie beim Projekt „Theater am Steg“ in Baden oder 34 in der Jobwerkstätte Traiskirchen.