Erstellt am 03. Mai 2016, 05:44

von Stefan Jedlicka

„Betreutes Wohnen“ in der Wassergasse. Hinter der Billa-Filiale soll fünfstöckiges Gebäude mit Seniorenbetreuung entstehen. Und ein Fußweg zum Josefsplatz.Stadt.

Die Billa-Filiale in der unteren Wassergasse. Hier soll das »Betreute Wohnen« mit bis zu fünf Geschoßen entstehen.  |  NOEN, Foto: NÖN

Neue Bauprojekte sorgen derzeit für viel Gesprächsstoff in der Stadt. Und das nächste ist in Planung: in der unteren Wassergasse soll am Grundstück der Billa-Filiale und im Garten dahinter mit altem Baumbestand „Betreutes Wohnen“ entstehen. Ein entsprechender Vorschlag wurde vom neuen Eigentümer am Bauamt der Stadt eingereicht. Dazu ist eine Änderung des Bebauungsplanes nötig.

Fußweg bis zum Josefsplatz geplant

Anrainer sind skeptisch. Sie fürchten eine Verschlechterung der Wohnqualität und eine Entwertung ihrer Grundstücke durch den mehrgeschoßigen Bau. In der Wassergasse sind in diesem Bereich derzeit maximal vier Stockwerke erlaubt. Die Änderung des Bebauungsplans auf fünf mögliche Geschoße sei prinzipiell bewilligungsfähig, wie Baudirektor Michael Madreiter auf NÖN-Nachfrage bestätigt. „Auf dem dahinterliegenden Grundstück sind maximal sechs Stockwerke erlaubt, die Änderung auf fünf wäre also praktisch eine Abstufung zu den angrenzenden Liegenschaften“, sagt er. „Außerdem sind fünf Geschoße nur im hinteren Teil des Areals geplant.“

Und er betont: „Nach dem Bebauungsplan wäre es möglich, 70 Prozent der Fläche zu verbauen, das Projekt sieht aber nur 50 Prozent vor.“ Die Billa-Filiale sei in den aktuellen Plänen auch weiterhin berücksichtigt. Die Stadt verspricht sich von der Änderung des Bebauungsplans aber vor allem eines: Es wird ein Fußweg entlang des Mühlbachs als Verbindung von der Wassergasse zum Josefsplatz geschaffen.

„Dieser endet zwar derzeit noch hinter dem Grundstück des AMS, aber mehr als die Hälfte dieses städtebaulichen Ziels wäre damit schon erreicht. Und weitere Verhandlungen laufen“, betont Baustadtrat Rudolf Gehrer (ÖVP). Er ist zufrieden: „Das Projekt ist im Sinne der Stadt. Es erzeugt kaum zusätzlichen Verkehr.“