Baden

Erstellt am 04. August 2016, 05:53

von Stefan Jedlicka

Felssturz im Stadtwald. Trotz Sicherheitsbegehung: Große Brocken lösten sich nach Regen und Windböen. Schwierige Aufräumarbeiten.

Mehr als einen Meter große Brocken lösten sich aus einer Wand und verschütteten den Felsenweg, der bis zum Abtransport der Felsen gesperrt bleiben wird.    |  noen, PSB

Es waren vermutlich die ergiebigen Regenfälle der vergangenen Wochen, die zu dem massiven Felssturz am Felsenweg im Stadtwald geführt haben. Auch kräftige Windböen, die in den Felsspalten wurzelnde Bäume in starke Schwingungen versetzt haben, könnten dazu beigetragen haben. Der Weg ist jedenfalls auf einer Länge von rund zehn Metern verschüttet.

Gesteinsbrocken mit bis zu mehr als einem Meter Durchmesser gingen ab. „Die Zerkleinerung und der Abtransport werden sich sehr schwierig gestalten, da auf Grund der Steilheit und der Enge des Weges kein Maschineneinsatz möglich ist“, fürchtet Stadtgartendirektor Gerhard Weber. Die großen Brocken müssen an Ort und Stelle zerkleinert und mit Scheibtruhen abtransportiert werden. Weber bittet um Verständnis, dass aus Sicherheitsgründen der Weg bis auf Widerruf gesperrt bleiben muss.

Und er betont: „Neben rund 90 Hektar Parkanlagen, 13 Kinderspielplätzen, Straßenbegleitgrün und mehr als 9.000 Stadtbäumen betreuen die Stadtgärtner auch zirka 200 Hektar Stadtwald mit 100 Kilometern Wanderwegen, Höhlen und alpinen Felswänden. Vor allem diese massiven Felsen vermitteln trügerische Sicherheit, stellen jedoch die Mitarbeiter vor große Herausforderungen.“

Zwar würden die Steilwände entlang der Karlsgasse, relevante Teile des Wegerls im Helenental, der Hänge oberhalb der Helenenstraße sowie des Felsenweges jährlich von einem Fachmann kontrolliert, im letzten Protokoll habe sich jedoch kein Hinweis auf eine Gefährdung im Bereich des Felsenweges gefunden, betont Weber.