Erstellt am 20. Oktober 2015, 10:32

von Stefan Jedlicka

Keine Öffnung des Franz Josef Ringes. Verkehr | Bürgerliste für Aufhebung der Einbahn während der Arbeiten an der Löwenbrücke. ÖVP und Polizei lehnen das ab.

Der Kaiser Franz Josef Ring ist vom Josefsplatz bis zum Bezirksgericht eine Einbahn stadtauswärts. Und das wird auch so bleiben.  |  NOEN, Foto: NÖN
Eine Öffnung des Kaiser Franz Josef Ringes in beide Fahrtrichtungen während der Sperre der Löwenbrücke zwischen Vöslauerstraße und Josefsplatz hatte Stadtrat Jowi Trenner (Bürgerliste „wir badener“) gefordert. ÖVP-Gemeinderat Leopold Habres, stellvertretender Vorsitzender im Verkehrsausschuss und ehemaliger stellvertretender Kommandant der Stadtpolizei, lehnt ab.



„Eine Reihe von Gutachten und Einschätzungen von Verkehrsexperten sprechen sich dagegen aus.“ Rückstaus in der Dammgasse und Braitnerstraße wären die Folge, so Habres. Die Ausfahrt der Badener Bahn aus dem Kopfbahnhof am Josefsplatz könnte behindert werden.

Und er fügt hinzu: „Jowi Trenner war als Verkehrsstadtrat intensiv mit dem Fachgebiet betraut. In diesen Jahren wurde auch mehrmals diese Anfrage der Öffnung des Kaiser Franz Josef Ringes behandelt. Immer mit dem von mir angeführten Ergebnis. Trenner weiß, dass das nicht geht, plakatiert aber wider besseres Wissen die alte Forderung.“ Und Habres setzt nach: „Trenner gibt sich immer als der furchtlose Vertreter der Bürger. Ich wünsche ihm den Mut, Bürgern auch dann die Wahrheit ins Gesicht zu sagen, wenn diese nicht immer angenehm ist.“

Stadtrat Trenner bleibt bei seiner Forderung. Diese sei auf die Dauer der Löwenbrücken-Sperre beschränkt, betont er. Man sei nicht für eine generelle Öffnung, fürchte daher auch keine derart massiven Auswirkungen auf den Verkehr.