Erstellt am 12. Januar 2016, 05:33

von Stefan Jedlicka

Nein zu Gratis-Internet. NEOS und SPÖ dafür. Trotzdem keine Mehrheit für SP-Antrag im Gemeinderat. Konzept aber in Arbeit.

Markus Riedmayer (SP) will Gratis WLAN für die Innenstadt.  |  NOEN, NÖN

Gratis-Internet für die Innenstadt. Mit dieser Forderung waren Badens Sozialdemokraten bereits vor einigen Jahren abgeblitzt. Nun sah sich SP-Vorsitzender Markus Riedmayer durch einen ähnlichen Vorstoß der NEOS (die NÖN berichtete) bestätigt und brachte seinen Antrag erneut im Gemeinderat ein. Doch er fand wieder keine Mehrheit. Was ihn dabei besonders ärgert: auch NEOS-Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber stimmte dagegen.

„Das spricht für sich selbst und die (Nicht-)Glaubwürdigkeit des einzigen Vertreters dieser Partei im Stadtparlament“, so Riedmayer, der überzeugt ist: „Das Internet spielt eine immer wichtigere Rolle in unserem täglichen Leben. Mit der zunehmenden Verbreitung mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablets gewinnt auch die Errichtung einer entsprechenden Infrastruktur im öffentlichen Raum an Bedeutung.“

 Impuls für Badens Innenstadt 

In dieser Hinsicht könne Baden dem Beispiel vieler anderer österreichischer Städte und Gemeinden folgen. Und Riedmayer sieht für die Einkaufsstadt und Tourismusdestination weitere Vorteile: „Die Palette reicht von einem interaktiven, mehrsprachigen Stadtführer über einen Eventkalender und Theaterspielplan bis hin zu Kooperationen mit Hotels, Gastronomie und Handel. Die Möglichkeit gezielter, lokationsbezogener Information und Werbung stellt nicht nur einen dringend benötigten Impuls für Badens Innenstadt dar, sondern dient darüber hinaus als mögliche Einnahmequelle für die Finanzierung des kostenlosen Internetzugangs.“

Eben diese Finanzierung sei den NEOS wichtiges Anliegen, begründet Gemeinderat Hofer-Gruber die Ablehnung des SP-Antrages. „Wir arbeiten an einem Konzept, das die Stadt nichts kostet“, betont er. Dies werde auch mit den Koalitionspartnern ÖVP und Grüne, die bislang Gratis-WLAN skeptisch gegenüber standen, abgestimmt. Hofer-Gruber: „Aber jeder, der mitarbeiten will, ist uns natürlich willkommen.“