Erstellt am 10. Februar 2016, 05:03

von Stefan Jedlicka

Professor Ramacher würde gerne teilen. Kulturamtsleiter Hans-Gerd Ramacher wird Professor. Ein Gespräch über Kollegen, Künstler und „beseelte Besucher“.

Badens Kulturamtsleiter Hans-Gerd Ramacher erhält am 8. März den Berufstitel Professor.  |  NOEN, Foto: NÖN
Er war August Breiningers Pressesprecher, als der nunmehrige Bürgerlisten-Stadtrat noch ÖVP-Bürgermeister war, und übernahm danach die Leitung der städtischen Kulturabteilung im Rathaus. Jetzt wird Hans-Gerd Ramacher Professor. Am 8. März wird ihm der Berufstitel im Palais Niederösterreich in der Wiener Herrengasse feierlich verliehen.

Ein Titel, der nur auf Vorschlag vergeben wird. Wer ihn dafür nominiert hat, darüber wird bereits eifrig spekuliert in Baden. Ramacher weiß es selbst nicht, freut sich aber über die Anerkennung seiner Leistungen als „Kunst- und Kulturvermittler“, wie es in der Begründung heißt. „Eine ganz tolle Auszeichnung, die ich gerne aufteilen würde“, sagt Ramacher: „Denn ich hätte sie nicht bekommen, wenn nicht Bürgermeister Kurt Staska und der gesamte Gemeinderat alle Projekte unterstützen würde. Und wenn es nicht so viele außergewöhnliche Persönlichkeiten in der Badener Kulturlandschaft gäbe.“

„Keine automatische Alterserscheinung“

Auch zur genauen Begründung für die Auszeichnung kann Ramacher nur mutmaßen: „Ich glaube, aufgefallen bin ich, weil sich das Programm in den letzten Jahren einfach enorm erweitert hat.“ Er sei „ganz besonders dankbar dafür, in der Stadt arbeiten zu dürfen, in der ich lebe und die ich liebe.“ Er müsse das Rad nicht neu erfinden. „Es geht darum, mit den vielen Persönlichkeiten, die Baden so einzigartig machen, gemeinsam Ideen zu entwickeln.“

Besonderes Gewicht erhalte der Titel für ihn, weil er mit 53 Jahren noch relativ jung dafür sei, sagt Ramacher. „Es ist jedenfalls keine automatische Alterserscheinung.“ Und weil ihn noch keiner seiner Amtsvorgänger bekommen habe. Dabei leiste seine gesamte Abteilung großartige Arbeit, dankt er. „Ebenso wie alle anderen Kollegen im Rathaus. Und auch die Zusammenarbeit mit den Künstlern und Veranstaltern läuft hervorragend. Da gibt es keine Eifersucht, keinen Futterneid.“

Und Ramacher betont: „Mir geht es ausschließlich um die Besucher unserer Veranstaltungen. Sie müssen beseelt nach Hause gehen, dann haben wir alles richtig gemacht.“