Erstellt am 28. September 2015, 08:38

von Stefan Jedlicka und Sonja Pohl

SP-Demaku kommt, VP-Schebesta geht. Serafina Demaku, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend zieht statt Ernst Schebesta (ÖVP) ins Badener Stadtparlament ein.

Hand drauf: diesmal zieht Serafina Demaku für die SPÖ in den Badener Gemeinderat ein. SP-Chef Markus Riedmayer wünschte ihr für ihre Tätigkeit alles Gute. Foto: Pohl  |  NOEN, Sonja Pohl

Eigentlich hätte sie ja schon nach der Gemeinderatswahl im Jänner als neue Mandatarin der Sozialdemokraten in den Gemeinderat einziehen sollen. Laut SPÖ-interner Vereinbarung hätten die letzten drei zu vergebenden Mandate nach den persönlichen Vorzugsstimmen verteilt werden sollen. Da hatte Serafina Demaku die Nase vorne.

Doch sie scheiterte letztlich am Widerstand der vor ihr gereihten Kandidaten, die doch nicht auf ihre Plätze verzichten wollten. Jetzt kommt Demaku, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Baden, aber zum Zug.



„Die Gerechtigkeit hat gesiegt. Ich freue mich riesig, jetzt durchstarten zu können“, strahlte sie am Wahlabend. Zeigte dann aber doch gleich Mannschaftsgeist: „Das ist ein Teamerfolg, den haben wir alle zusammen erarbeitet.“

Verlassen muss den Gemeinderat hingegen ÖVP-Mandatar Ernst Schebesta, der in den Reihen der VP-Gemeinderatsmitglieder die wenigsten Vorzugsstimmen gesammelt hatte.

„Ich bin Demokrat und nehme diese demokratische Wahl-Entscheidung daher natürlich zur Kenntnis“, meinte er am Sonntag. „Es ist schade, weil ich die Funktion gerne und mit viel Energie ausgeübt habe. Besonders schade finde ich aber vor allem, dass die Volkspartei Baden bei dieser Wahl unter ihrem Wert geschlagen wurde.“

Er sehe die Volkspartei weiter als seine politische Heimat, wolle aber noch überlegen, ob und in welcher Form er sich weiter für die VP Baden engagieren werde, so Schebesta.