Erstellt am 20. Oktober 2015, 05:02

von Sonja Pohl

Viel Bewegung in der Geschäftswelt. Aus „WeinKult“ in der Pfarrgasse wird „Genusseria“. Städtisches Wirtschafts- und Leerflächenmanagement greifen.

»WeinKult«-Chef Gerhard Antreich, WirtschaftsService- Chefin Dolores David-Fromm und Martin Hofbauer, der die »Genusseria« eröffnen wird.  |  NOEN, Sonja Pohl

Vor zehn Jahren hatte Gerhard Antreich das „WeinKult“ in der Pfarrgasse eröffnet. „Zahllose Gläser wurden seither getrunken, ausgelassen gefeiert und etliche Verkostungen kommentiert“, erinnert er sich. Nun verlegt Antreich seinen Standort nach Guntramsdorf. „In mein Privathaus, wo der Weinhandel im Vordergrund stehen wird“, erzählt er. Mit Martin Hofbauer hat er einen Nachfolger für die Vinothek gefunden, die in der ersten Novemberwoche als „Genusseria“ wiedereröffnen wird. Hofbauer ist Gastronom und Sommelier. Sein Schwerpunkt soll bei österreichischen und italienischen Weinen liegen.

„Der Betreiberwechsel zeigt, wie begehrt Badens Innenstadtlagen sind. Laut aktueller Erhebung von Standort & Markt liegen A-Lagen Leerflächen mit 4,2 Prozent knapp unter dem Österreichdurchschnitt“, weiß die Leiterin des städtischen WirtschaftsService, Dolores David-Fromm. Erfasst werden freie Geschäfts- und Büroflächen auch im städtischen Leerflächenkataster.

Noch wertvoller sind aber die persönlichen Kontakte, so David-Fromm. „Badens Struktur und Größe hat den Vorteil, dass ich von vielen bevorstehenden Pensionierungen – dem Hauptgrund für Geschäftsauflösungen in der Innenstadt – oder Standortwechseln persönlich informiert werde“, verrät sie.

Vernetzung der Unternehmer wichtig

Beispiel sind Ansiedelungen wie das „Queens“ am Theaterplatz oder Standortwechsel wie „Lucia exclusive“, das in die Rathausgasse siedelte (im vormaligen Geschäft eröffnete „de Sá – Naturkosmetik). Aber auch „Philomena Christ“, die nun in der Beethovengasse zu finden ist. Schnell vergeben wurde auch das geschlossene „Milk & Honey“ in der Breyerstraße in dem nun mit dem „Mezzo Mezzo“ ein Café zu finden ist“.

„Standortanfragen werden vom WirtschaftsService innerhalb eines Tages beantwortet“, garantiert David-Fromm. Doch auch die Vernetzung der Unternehmer sei wichtig. „So gründete Jana Matzner, die zuvor bei O12Benetton arbeitete, am ehemaligen Benetton-Standort die Kinderei und Sisley siedelte sich im vormaligen Damenbenetton an, nachdem die sich 012- und Damenbenetton in der Wassergasse mit vergrößertem gemeinsamen Standort präsentieren“.

„Gemeinsame Aktionen der Unternehmer sind nicht nur guter Kundenanreiz, sie pushen Badens Wirtschaft“, so David-Fromm. Facebook, Direktmailing, Newsletter und Homepageauftritt stellen die Einkaufsstadt Baden aber auch ins Netz.