Erstellt am 07. Juni 2016, 06:00

von Stefan Jedlicka

Neuer Pfarrer ist fix. Gemeinde des künftigen Badener Pfarrers Clemens Abrahamovic gegen Wechsel. Doch Entscheidung bleibt.

Clemens Abrahamovicz wird mit 1. September Badens neuer Stadtpfarrer in St. Stephan.  |  NOEN, privat
Ab 1. September hat Badens Stadtpfarre St. Stephan einen neuen Seelsorger. Wie bereits berichtet, wurde der Wiener Monsignore Clemens Abrahamovicz von Kardindal Christoph Schönborn als Nachfolger für Pater Amadeus Hörschläger bestellt, der sich in die Pension verabschiedet.

Daran wird auch ein Protest aus der Wiener Pfarre St. Anna Baumgarten nichts ändern, in der Abrahamovicz derzeit tätig ist. Die Pfarrgemeinde dort hat sich in einem Schreiben an Kardinal Schönborn gewandt und ihn gebeten, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken. Schönborn hat darauf bereits geantwortet. „Ich danke für Ihre Mitsorge“, heißt es darin.

Aber auch: „Pfarrer Clemens wurde von mir gefragt, ob er seinen Einsatzort wechseln und die Pfarre Baden übernehmen würde. Nach einer Bedenkzeit hat er zugesagt. Es wurde kein Zwang oder Druck auf ihn ausgeübt. Ich bin überzeugt, dass das eine gute und für die Kirche von Wien wichtige Entscheidung ist. Ich freue mich, dass Pfarrer Clemens bereit ist, sich dieser neuen Aufgabe zu stellen. Ebenso freue ich mich, dass er in der Pfarre Baumgarten so segensreich gewirkt hat.“

„Es ist kein leichter Abschied von meiner Gemeinde“, 
Pfarrer Clemens

Und auch der zuständige Bischofsvikar Dariusz Schutzki stellt klar: „Es ist erfreulich und ein Zeichen für eine gelungene Seelsorge, wenn die Pfarrgemeinde eines abberufenen Pfarrers den Wunsch äußert, dass er bleiben möge. Der Wechsel nach einer gewissen Zeit ist eine ganz natürliche Sache. Die Personalentscheidungen werden in unserer Kirche nach genauer Prüfung aller Umstände vom Bischof getroffen, der selbstverständlich auf den Willen des Pfarrers Rücksicht nimmt. Weil es prinzipiell gut ist, dass Pfarrer nach einer gewissen Zeit eine neue Aufgabe bekommen, ist es unvermeidbar, dass auch gute und beliebte Seelsorger ihren Einsatzort wechseln.“
Pfarrer Clemens gibt zu: „Es ist kein leichter Abschied von meiner Gemeinde, aber ich komme freudig nach Baden.“