Erstellt am 30. November 2015, 14:23

von Tina Jedlicka

Badener Casino-Gast beraubt. 81-Jähriger wurde nach erfolgreichem Besuch des Casinos in Baden ausgeraubt: Jetzt steht der Fluchtfahrer vor Gericht.

Von 20. bis 21. März wird das Congress Casino Baden zum Schauplatz des Kommunalwirtschaftsforums.  |  NOEN, Fotostudio Haslinger

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten konnte am Mittwoch mit dem Prozess gegen einen 38-jährigen Rumänen rund um den Raub an einem Casino-Besucher in Baden begonnen werden. Die Dolmetscherin war kurzfristig erkrankt und nicht gekommen und auch der Verteidiger des Beschuldigten hatte sich mit der Uhrzeit vertan. Schließlich organisierte Richterin Gertraud Eppich einen neuen Dolmetscher und fand auch den Rechtsanwalt.

Zum Vorwurf: Der 38-jährige Rumäne soll eine Woche vor Weihnachten 2012 am Raub an einem 81-Jährigen beteiligt gewesen sein. Der 81-Jährige hatte im Casino Baden 1.500 Euro gewonnen. Doch sein Glück währte nicht besonders lange. Als er das Grandcasino Baden mit seinem Gewinn verlassen wollte, war ihm nicht klar, dass er bereits beobachtet wurde.

Ein Rumäne verfolgte ihn und nahm ihn in den Schwitzkasten. Er zog ihm das Geld aus der Mantel-Tasche und verschwand.

Haupttäter verurteilt: Sechs Jahre Haft

Dieser Mann konnte später ausfindig gemacht werden und wurde bereits zu sechs Jahren verurteilt. Er verbüßt seine Haft in seinem Heimatland. Sein Komplize, der das Fluchtauto lenkte, beteuerte, nichts von einem Raub gewusst zu haben.

„Er hat mich gefragt, ob ich mitkomme. Ich bräuchte nichts zu machen. Er stiehlt und ich bin im Auto“, meinte der Angeklagte beim Prozess. Von Gewalt sei nie die Rede gewesen. Per Videokonferenz wurde der bereits verurteilte Räuber aus Rumänien zugeschaltet und als Zeuge einvernommen. Denn er ist mittlerweile der einzige Zeuge des Vorfalls. Das Opfer ist mittlerweile verstorben. Seine Aussage konnte deshalb nur mehr verlesen werden.

Der Angeklagte wurde zu drei Jahren Haft verurteilt und nahm das Urteil an. Die Staatsanwaltschaft meldete Bedenkzeit an. Das Urteil ist somit noch nicht rechtskräftig.