Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:47

von Stefan Jedlicka

Flüchtlinge ins „Helenenheim“. Das ehemalige Landespflegeheim soll zum Quartier für rund 100 Flüchtlinge umfunktioniert werden. Die Diakonie soll die Betreuung übernehmen.

Im ehemaligen Landespflegeheim Baden in der Wienerstraße könnten Flüchtlinge untergebracht werden. Seitens des Landes wird eine Verwendung der Liegenschaft zu diesem Zweck geprüft.  |  NOEN, Jedlicka

Mit dem „Haus der Frauen“ im Johannesbad hat die Stadt Baden bereits einen ersten Beitrag zur Aufnahme von Flüchtlingen geleistet. Mehr als 40 weibliche Bewohner werden dort derzeit versorgt. Weitere Schutzsuchende sollen aber schon in den nächsten Wochen folgen. Im ehemaligen Landespflegeheim in der Wienerstraße.

Auch dort wird eine Nutzung als Flüchtlingsquartier geprüft. Nicht als Transitlösung, wie gerade im Leobersdorfer Einkaufszentrum „Bloomfield“ präsentiert, sondern eher als längerfristige Unterbringung.
„Es gibt Gespräche, über den genauen Stand kann ich aber nichts sagen“, übt sich Bezirkshauptmann Heinz Zimper auf NÖN-Nachfrage in Zurückhaltung. Aufgrund seiner Infrastruktur als langjähriges Pflegeheim bietet sich das „Helenenheim“ als Quartier etwa für Familien oder Mütter mit Kindern an. Allerdings in geringerem Ausmaß als in Leobersdorf, wo bis zu 250 Flüchtlinge kurzfristig Platz finden sollen.

Sehr konkrete Vorbereitungen

Seitens des Landes NÖ als Eigentümer der Liegenschaft prüfen man derzeit mehrere verschiedene Angebote in ganz Niederösterreich, heißt es aus dem Büro von Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP). Das Helenenheim gehöre dazu. Mehr könne man aber noch nicht sagen. Auch ein Zeithorizont für die Entscheidung sei noch nicht klar.

Doch Bürgermeister Kurt Staska (ÖVP) bestätigt auf NÖN-Nachfrage: „Es gibt da schon sehr konkrete Vorbereitungen. Rund 90 bis 120 Flüchtlinge sollen im Helenenheim untergebracht werden. Das halte ich für eine verkraftbare Größenordnung.“ Bedingung der Stadt sei, dass die neuen Bewohner auch Betreuung erhalten, betont Staska: „Das soll die Diakonie übernehmen.“ Und er fügt hinzu: „Die Grundvoraussetzungen sind in dem Gebäude natürlich gut. Wichtig ist, dass es kein Massenlager wird, aber das ist sichergestellt.“