Baden

Erstellt am 04. April 2017, 04:00

von Stefan Jedlicka

Start für Mahnmal in Baden. Am Josefsplatz hat Errichtung des Mahnmals für Opfer der Nazis in Baden begonnen. Eröffnung am 23. April.

Der Entwurf für das Mahnmal. Die blauen Striche sind die 36 Stäbe, die sich bis in die Frauengasse hinein ausrichten.  |  privat

Die Abteilung Stadtgärten begann mit den Vorarbeiten. Bis 23. April soll das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus am Josefsplatz fertig gestellt sein.

Die Installation „Counterpoles/Widerstäbe“ aus Stahlstäben wird im Boden fixiert. Sie sind über die Fläche des Platzes verteilt und richten sich in unterschiedlichen Winkeln aus dem Boden auf. Sie alle streben einem imaginär über dem Platz schwebenden Davidstern zu, als Symbol der Erinnerung an alle jüdischen Opfer des Nationalsozialismus.

„Bild setzt sich jedes Mal neu zusammen“

Diese Installation wurde von einer Jury der Abteilung Kunst im öffentlichen Raum des Landes NÖ im Rahmen eines Wettbewerbs als Siegerprojekt auserkoren. „Damit hat sich die Stadtgemeinde Baden mit einer zivilgesellschaftlichen Arbeitsgruppe der Vergangenheit nach mehr als 70 Jahren endlich gestellt.

Der zentrale Ort soll uns Mahnmal für die Zukunft sein“, sagt Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne). Jeweils drei Stäbe sind so angeordnet, dass deren Austrittspunkte am Boden die Spitzen eines imaginären Dreiecks bilden. Diese Dreiecke beziehen sich auf die verschiedenfarbigen Winkel, die in den Konzentrationslagern zur Kennzeichnung der verschiedenen Verfolgtengruppen dienten.

„Man kann die Installation durchschreiten und wird dabei immer neue Perspektiven einnehmen – das Bild setzt sich jedes Mal neu zusammen“, betont Künstler Peter Kozek.

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