Erstellt am 06. Juni 2016, 08:31

von NÖN Redaktion

Beben in „Modulistan“ wird zu Großeinsatz. Mehr als 280 Helfer aus ganz Europa verwandeln Bezirk vier Tage lang in fiktives Katastrophengebiet.

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Für vier Tage werden die Bezirke Baden, Mödling und Wiener Neustadt zum fiktiven Land Modulistan. Im Rahmen einer internationalen Katastrophenschutzübung von 8. bis 11. Juni proben hier nämlich über 280 Helfer aus ganz Europa den Einsatz nach einem schweren Erdbeben.

Zentrum der Übung ist das Tritolwerk in Theresienfeld. Die ehemalige Sprengstofffabrik ist einer der modernsten Ausbildungs- und Übungsplätze Europas.

Sieben internationale Teams sind im „Einsatz“

Die Hauptstadt Modulistans – Mödling – hat die Europäische Union um Hilfe ersucht, da die lokale Infrastruktur stark beschädigt ist, die lokalen Einsatzkräfte selbst betroffen sind und die Katastrophe alleine nicht bewältigen können.

Das ist das Ausgangsszenario, das ein internationales Konsortium bestehend aus der Johanniter Unfallhilfe in Deutschland, der dänischen sowie der finnischen Zivilschutzbehörde und dem österreichischen Innenministerium samt Unterstützung der lokalen Behörden und Organisationen für die übenden Teilnehmer ausgearbeitet hat.

Sieben Teams aus Slowenien, Bulgarien, der Tschechischen Republik, Finnland, Italien sowie ein Team entsandt von der Europäischen Kommission und der Katastrophenhilfseinheit des Bundesheeres werden gemeinsam den Ernstfall üben.

Dabei soll vor allem Kontakt zu den lokalen Behörden gesucht werden, um einerseits die lokalen öffentlichen Strukturen zu begreifen und darzustellen, wie die Teams helfen können und andererseits deren Zusammenarbeit üben. Die Kosten für die internationale Organisation der Übung trägt die Europäische Kommission.

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