Baden

Erstellt am 18. Oktober 2016, 05:47

von Andreas Fussi

Otto Pendl vor Rückzug. SP-Bezirkschef wird nach langer Amtszeit im Parlament zur nächsten Wahl nicht mehr antreten. Sein Nachfolger als Spitzenkandidat steht aber noch nicht fest.

Otto Pendl wird nicht mehr als Nationalratskandidat der SPÖ zur Verfügung stehen.  |  Fussi

Vorgespräche gibt es bereits bezüglich der SP-Kandidaten-Liste im Bezirk Baden für die nächste Nationalratswahl, wie die NÖN von Bezirksgeschäftsführer Wolfgang Kocevar in Erfahrung bringen konnte. Kein großes Geheimnis mehr sei die Tatsache, dass Bezirksvorsitzender Nationalrat Otto Pendl nicht mehr kandidieren möchte. Das habe dieser bereits im Vorfeld angekündigt. Pendl werde aber noch die volle Periode bis zur Wahl (spätestens 2018) weitermachen.

Die Bezirkspartei müsse nun die Nachfolge entscheiden. Wer künftig Spitzenkandidat im Bezirk (und Wahlkreis gemeinsam mit dem Bezirk Bruck) werde, stehe aber noch nicht fest. Der endgültige Beschluss soll in der Bezirkskonferenz Ende November gefasst werden.

Riedmayer wird nicht Nummer eins sein

Bei der Nationalratswahl 2013 führte Pendl die Liste vor Frauenvorsitzender Elvira Schmidt und Badens SPÖ-Chef Markus Riedmayer an. Dieser steht allerdings nicht als neue Nummer 1 zur Verfügung. „Nein, ich kämpfe nicht um die Pole Position“, sagt Riedmayer auf NÖN-Nachfrage. Aber auch: „Dass ich mir für die Badener SPÖ einen vorderen Listenplatz wünsche ist klar. Das habe ich auch deponiert und es schaut diesbezüglich gut aus.“

Otto Pendl: „Ich bin kein Sesselkleber. Jetzt ist die Zeit zu gehen. Ich in 65 Jahre alt – irgendwann musst du aufhören.“ Diese Legislaturperiode bleibe er noch im Parlament, „da habe ich sehr viel zu tun“. Auf Bezirksebene wolle er die Weichen stellen: „Das Gremium wird entscheiden. Wir haben gute Bürgermeister.“

Der 1951 geborene Pendl ist seit 1998 Bezirksparteichef der SPÖ. Von 1998 bis 2013 war er Bürgermeister in Trumau. Seit September 1998 ist er Abgeordneter zum Nationalrat.