Erstellt am 25. November 2015, 05:58

von Tina Jedlicka und Mathias Schranz

Züchterin fälschte Zertifikate für Katzen. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen eine Frau aus dem Bezirk: Sie soll für ihre Miezen Dokumente gefälscht haben.

Eine der Katzen der Züchterin, die wenig später nach dem Besitzerwechsel starb.  |  NOEN, privat

Eine Katzenzüchterin aus dem Bezirk Baden wird sich demnächst vor Gericht verantworten müssen. Die Frau habe mindestens 23 Leuten Katzen verkauft. Dabei soll sie nicht nur über die Tatsache gelogen haben, dass diese bereits vom Tierarzt untersucht und geimpft worden seien. Um keine Zweifel aufkommen zu lassen, soll die Frau Gesundheitszeugnisse selbst erstellt haben. Zum Abstempeln hätte sie Stempel verschiedener Tierärzte entwendet.

Dabei sollen auch kranke Tiere den Besitzer gewechselt haben. „Der Züchterin war das aber egal, sie hat kranke Tiere nach Beschwerden auch nicht mehr zurückgenommen“, sagt eine Insiderin im Gespräch mit der NÖN. „Normalerweise wird man mit der Züchterei ja nicht reich. Es ist ein Hobby, in das man oft mehr hineinsteckt, als dass man zurückbekommt. Doch diese Frau hat nur auf das Geld geschaut“, ärgert sich die Geschädigte.

Laut Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt habe sie dadurch die Käufer am Vermögen geschädigt. Die Frau wird laut Staatsanwaltssprecher Erich Habitzl wegen gewerbsmäßigen schweren Betrugs angeklagt. Der Schaden übersteigt 3.000 Euro. Der Prozess wird am Landesgericht Wiener Neustadt stattfinden.