Erstellt am 02. Februar 2016, 03:03

von Markus Putz

Bezirksgericht wird „Betreutes Wohnen“. Erweiterung des Kindergartens ebensobeschlossen wie betreutes Wohnen. Zwist um Feuerwehrhaus.

Anstelle des alten Bezirksgerichtsgebäudes soll »Betreutes Wohnen« entstehen.  |  NOEN, NÖN

Sowohl familienpolitisch als auch sicherheitspolitisch wesentliche Akzente für die Stadt wurden in der Gemeinderatssitzung am Freitag beschlossen. So segnten die Mandatare etwa den Zubau zum Kindergarten Lindenallee in Unterwaltersdorf einstimmig ab.

„Unterwaltersdorf wächst und ich freue mich, dass wir damit unseren jungen Familien zukünftig wieder weitere dringend benötigte Kindergartenplätze garantieren können“, so Bürgermeister Wolfgang Kocevar (SPÖ). Geplant ist ein Zubau für zwei neue Gruppen, die bereits ab dem kommenden Kindergartenjahr 2016/17 in Betrieb gehen werden.

Ein weiterer Gemeinderatsbeschluss betrifft die ältere Generation. Mehrheitlich beschlossen wurde, dass auf dem Platz des ehemaligen Bezirksgerichtes am Hauptplatz Ebreichsdorf ein Wohnprojekt „Betreutes Wohnen“ entstehen soll.

"Wir bieten damit unseren älteren Gemeindebürgern, die in ihren Wohnungen nach Bedarf Unterstüzung benötigen, einen zentrumsnahen Platz, der komplett nach ihren Bedürfnissen gestaltet ist“, betonte Bürgermeister Kocevar. „Wir gehen davon aus, dass das Projekt 2017/18 fertiggestellt sein wird.“

Streit um Neubau für FF Unterwaltersdorf

In die Phase der Umsetzung kann nunmehr auch das neue Haus der Freiwilligen Feuerwehr Weigelsdorf gehen, die Auftragsvergabe der Baumaßnahmen wurde im Gemeinderat ebenfalls beschlossen. Das neue, modernst ausgestattete Feuerwehrhaus soll auf der Pfarrwiese hinter der Kirche Weigelsdorf errichtet und 2017 fertiggestellt werden.

Im Gemeinderat kam es dabei allerdings zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Gemeinderätin Maria Melchior (Die Grünen) und Bürgermeister Wolgang Kocevar (SPÖ). Melchior kritisiert nicht nur den aus ihrer Sicht ungünstigen, und auch unwirtschaftlichen Standort, sondern auch, dass Gewerke vergeben werden, ohne die notwendigen Bescheide abzuwarten. Konkret geht es um die Erneuerung der Brücke als Zufahrt zum neuen Feuerwehrhaus. Hier steht der Wasserrechtsbescheid für einen Neubau noch aus.

Kocevar hält dagegen, dass die derzeitige Brücke sowohl die Bauphase, als auch den Echtbetrieb aushält. Bis zum Baubeginn sollte der Bescheid da sein, falls nicht, wird nicht gebaut, weil nicht dringend notwendig.