Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:02

von Barbara Zedlacher

Biber sind umtriebig. Nach Lokalaugenschein mit Biber-Experten des Landesist noch offen, wie man gegen die Nagetiere vorgehen will.

Remise steht durch Biber derzeit unter Wasser.  |  NOEN, Foto: Grüne

Bereits vor ein paar Jahren war der Biber-Beauftragte des Landes NÖ in Bad Vöslau, weil sich ein oder mehrere Biber im Bereich der Remise angesiedelt hatten. Mittlerweile dürfte es sich um mehrere Kolonien handeln, die hier und beim Pilzteich ihr Unwesen treiben.

Beim Pilzteich geht daneben die Wasserleitung vorbei, daher wurde wieder bei zwei Begehungen mit dem Experten des Landes beratschlagt, wie man weiter vorgehen könne. Die Gitter um die Bäume herum dürften alleine nicht mehr helfen, so Bürgermeister Christoph Prinz (Liste Flammer). Das Hauptproblem ist mittlerweile, dass in der Remise weite Teile durch die Biber-Dämme unter Wasser stehen, vor allem auch die Futterstellen für die zehn bis fünfzehn Rehe, die in der Remise beheimatet sind. „Um dieses Naturschutzgebiet nachhaltig zu bewahren, muss man sich etwas überlegen“, betont Sepp Tretthann vom Fischereiverein.

Beim Pilzteich sieht Tretthann wegen der Hochwasserleitung Gefahr im Verzug. Auch bei der Remise sieht er für eine Anrainer-Familie die Gefahr, dass das Wasser auf ihren Grund fließt. „Wir waren dort schon ein paar Mal mit der Feuerwehr im Einsatz, weil der Keller unter Wasser stand“, betont Tretthann. Mit Rohren habe man in der Zwischenzeit versucht, den Wasserspiegel in der Remise zu senken, erklärt er, das sei aber noch nicht ganz geglückt. Eine Überlegung ist, „dass man unterhalb Rohre einbaut, damit das Wasser künftig abfließen kann“, erklärt Prinz. Auch bei der Wasserleitung müsse man sich etwas überlegen, damit der Wasserstand nicht zu hoch wird, so Prinz.