Erstellt am 22. Oktober 2015, 09:03

von Stefan Jedlicka

„Bloomfield“ wird Flüchtlingsquartier. Der Gemeindevorstand der Marktgemeinde Leobersdorf wurde Mittwoch Abend von Badens Bezirkshauptmann Heinz Zimper über die Einrichtung eines Transitquartiers für Kriegsflüchtlinge durch einen privaten Betreiber im Einkaufszentrum „Bloomfield“ informiert.

Bloomfield  |  NOEN, Wallner

In einem Transitquartier werden Menschen aus Kriegsgebieten ein bis zwei Tage betreut, bevor sie in die jeweiligen Betreuungseinrichtungen oder andere Länder weiter gebracht werden. Eine Permanentbetreuung (wie etwa in Traiskirchen) ist in Leobersdorf nicht vorgesehen.

Platz für maximal 250 Menschen

Seitens des Betreibers Christian Blazek wurde der Platz für maximal 250 Menschen zur Verfügung gestellt. Ab sofort starten die vorbereitenden Maßnahmen, mit der Ankunft der ersten Flüchtlinge ist ab 26. Oktober zu rechnen. Für die Betreuung und medizinische Versorgung ist das Rote Kreuz zuständig. Um die Sicherheit werden sich das Innenministerium und die Exekutive kümmern.
 
Über die Dauer der Einrichtung kann derzeit nur spekuliert werden: „Momentan kann niemand die weitere Entwicklung des Flüchtlingszustromes abschätzen. Die Behörden gehen derzeit von der Notwendigkeit des Transitquartiers über einen Zeitraum von sechs Monaten aus“, so Bürgermeister Andreas Ramharter (Liste Zukunft).

Das Rote Kreuz suchte am Samstag noch freiwillige Helfer. Möglichkeit zur Registrierung bestand auf der Team Österreich-Website (www.teamoesterreich.at). "Auch Ärzte, die uns ehrenamtlich unterstützen möchten, werden dringend benötigt", wurde in der Aussendung betont.

Wie die Leobersdorfer Bevölkerung helfen kann, beziehungsweise was konkret benötigt wird, soll in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden. Die Annahme von Spenden koordiniert das Rote Kreuz vor Ort.