Baden

Erstellt am 14. Juni 2017, 05:00

von Andreas Fussi

Siegerprojekt: Seerosenteich wird umgesetzt. Seerosenteich mit Bienenburg im oberen Kurpark soll „besonderer Ort“ werden. Behutsame Sanierung unter Berücksichtigung des Naturschutzes. Info am 17. Juni um 10 Uhr.

Das idyllische Ensemble von Seerosenteich und Bienenburg soll aufgewertet werden.  |  Dusek

Beim Siegerprojekt des Bürgerbudgets – 63 Prozent von 3.000 Personen stimmten für Seerosenteich und Bienenburg im oberen Kurpark – geht es in den nächsten Monaten an die Umsetzung. Mehrfach wurde von Bürgern im Rahmen der Abstimmung angeregt, das Areal des Seerosenteiches naturnah zu sanieren und den Charakter einer Ruhe-Oase zu betonen.

Bürgerinformation mit Führung

„Wir nehmen Bürgerbeteiligung ernst, tragen diesen Wünschen Rechnung und binden die Bevölkerung auch in die weiteren Umsetzungsmaßnahmen ein“, betont Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber (NEOS). Als nächster Schritt ist daher eine Bürgerinformation am Samstag, 17. Juni, von 10 bis 12 Uhr beim Rudolfshof geplant, mit Führungen zum Seerosenteich.

Errichtet wurde die Anlage zwischen 1905 und 1907 unter Stadtgärtner Josef Krupka als romantische Parkinszenierung und entwickelte sich zu einem beliebten Ausflugsziel. Der ursprünglich als Entleerungsbecken für das Wasserreservoir angelegte Seerosenteich wurde 1907 durch die Bienenburg ergänzt. Das pittoreske Betonobjekt stammt von einer Ausstellung des Bienenzüchtervereins Baden im Jahr 1906 und war mit Bienenstöcken bestückt.

Aktuell präsentiert sich das idyllische Ensemble eingebettet in den Schwarzföhren-Mischwald als unscheinbarer Bereich, wo die Zeit und die Witterung ihre Spuren hinterlassen haben. Das Teichbecken ist undicht und an der Bienenburg sind zum Teil auch Schäden durch Vandalismus sichtbar.

Bürger bekommen Einblick in die Pläne

Bei der Bürgerinformation am 17. Juni informiert Andreas Kastinger, bei der Stadtgärtnerei für Landschaftsplanung zuständig, über die Ziele der Revitalisierung. Teich und Burg sollen wieder zu einem „besonderen Ort“ werden und sich in die Reihe an Attraktionen im oberen Kurpark – beginnend vom Rudolfshof, der neu errichteten Theresienwarte über diversen Aussichten bis zum Kaiser Franz-Josef Museum einfügen. Kastinger:

„Das Projekt bietet eine gute Gelegenheit, die Leistungen der Stadtgärtner im Bereich Pflege und Erhaltung des Stadtwaldes hervorzuheben.“ Auch der Stellenwert der Bienen und deren Bedeutung für Ökosysteme soll Beachtung finden. Besonderer Augenmerk wird auf eine behutsame, bestandsschonende Sanierung gelegt sowie neben gestalterischen Überlegungen Aspekte des Naturschutzes.

Über den Sommer werden die Detailpläne ausgearbeitet, im Spätherbst sind erste Sanierungen vorgesehen, die restliche Ausführung erfolgt 2018. Die Fertigstellung ist bis Ende Juni 2018 geplant. Der Basisrahmen des Bürgerbudgets umfasst 50.000 Euro, es ist aber bis zur Fertigstellung mit weiteren Kosten zu rechnen. So wird noch geprüft, ob die 400 m Teichfläche erneuert, saniert oder nur eine Folie darübergelegt wird.