Ebreichsdorf

Erstellt am 02. August 2016, 05:16

von Thomas Lenger

Campus statt Verkauf?. Uneinigkeit Polit-Streit zwischen Opposition und Regierungsparteien in Ebreichsdorf. Es geht um die Umwidmung des alten Sportplatzes.

SPÖ-Stadtrat Markus Gubik befürwortet die Errichtung eines Bildungscampus auf dem ehemaligen Sportplatzgelände.  |  NOEN, Thomas Lenger

Die beiden Oppositionsparteien FPÖ und Bürgerliste fordern neuerlich, den alten ASK Sportplatz nicht zu verkaufen, sondern stattdessen am Gelände einen „Bildungscampus“ mit einer neuen Höheren Schule zu planen. „Wenn ich beobachte, wie ohne Plan und Ziel in Ebreichsdorf verkauft, umgewidmet und gebaut wird, dann tut mir das im Herzen weh“, so FP-Stadtrat Markus Gubik.

„Die offenbar neu zusammengefundene „Oppositions-Koalition“ zwischen Bürgerliste und FPÖ hat eine neue Idee zur Nutzung des alten Sportplatzes geboren und dabei eine 100-prozentige Kehrtwende zu ihren bisherigen Forderungen vollzogen“, reagiert SP-Bürgermeister Wolfgang Kocevar.

„Waren sich Teile der beiden Parteien in den letzten Wochen und Monaten noch einig, den alten Sportplatz überhaupt nicht zu verbauen, um keinen zusätzlichen Verkehr rund um die neue Mittelschule und Volksschule zu schaffen kommen nun dieselben Politiker und fordern den Ausbau von Bildungseinrichtungen, bis hin zu einer HTL.“ Das damit verbundene Verkehrschaos würden die Vertreter der BL und der FPÖ offenbar in Kauf nehmen, übt der Stadtchef Kritik.

Sportplatz voller Müll

„Die Regierungskoalition aus SPÖ und ÖVP hat sicher immer klar dazu bekannt, große Teile des alten Sportplatzes der bestehenden Schulen als Freifläche zu überlassen und neu zu gestalten. Weiters soll gemeinsam mit der Stadterneuerung ein etwa 3.500 Quadratmeter großes Grundstück für die Bevölkerung öffentlich zugängig gemacht werden und lediglich die verbleibenden 3.500 Quadratmeter als Bauland für maximal sechs Einfamilien- oder Doppelhäuser als Baugrund verkauft werden.“

Wo Kocevar eine Übereinstimmung mit der „Oppositions-Koalition“ sieht? „Wir sollten alle Anstrengungen gemeinsam unternehmen, um unseren Bildungsstandort in Ebreichsdorf weiter auszubauen.“

Ein Lokalaugenschein beim Ebreichsdorfer Sportplatz zeigt jedoch, dass hier wirklich dringende Maßnahmen notwendig sind. Die Mauer um den Sportplatz bricht bereits teilweise zusammen und der Sportplatz ist voller Müll. Zudem kommt es im Umfeld der Schulen in den letzten Wochen vermehrt zu Vandalismusvorfällen.