Erstellt am 18. Februar 2016, 05:34

von Thomas Lenger

Kleid für „First Lady“. Ebreichsdorfer arbeitete am heurigen Ballkleid von Margit Fischer "nach mathematischen Formeln hergestellt" mit.

Markus Pöstinger aus Ebreichsdorf bei der Arbeit am Kleid.  |  NOEN, priva

Science fashion, ein Projekt an der Universität für angewandte Kunst Wien, diente als Inspiration für das heurige Opernballkleid der Präsidentengattin. Unter der Leitung von Designer Walter Lunzer wird praktisch erforscht, wie Naturwissenschaften und Technik durch Mode vermittelt werden können.

x  |  NOEN, Foto: privat

Margit Fischer ist selbst wissenschaftsinteressiert und Vorsitzende des Vereins Science Center Netzwerk. Als sie modische Umsetzungen mathematischer Phänomene zu sehen bekam, fragte sie: „Könnte man daraus ein Abendkleid für den Opernball weiterentwickeln?“ Zusammen mit der Studentin Monika Haas entwickelte Walter Lunzer kurzerhand ein dreiteiliges Modell.

Dem ärmellosen Mantel liegt ein Schnitt in Form der sogenannten Fibonacci-Schnecke zu Grunde. Die Zahlenreihe nach Fibonacci dient zur Berechnung der Zahl Pi, die den Goldenen Schnitt definiert. Ärmel und Dekolletee der Bluse sind in Form der Gosperkurve mit Laser geschnitten. Diese Aufgabe übernahm der Ebreichsdorfer Markus Pöstlinger. Der Rock nützt zwar nicht Mathematik aber das physikalische Prinzip der thermoplastischen Verformung.