Erstellt am 15. April 2016, 05:34

von Thomas Lenger

Neues Sportzentrum: Sportplatz vor Verkauf. Alter ASK-Platz soll verkauft werden. FP-Stadtrat Gubik will das verhindern und stattdessen Forst-Grund in Weigelsdorf als Bauland verkaufen.

FPÖ-Stadtrat Markus Gubik will Grundstücke in Weigelsdorf verkaufen, um das neue Sportzentrum mitzufinanzieren und den alten Sportplatz zu erhalten.  |  NOEN, Foto: Lenger

Nach dem Neubau des Sportzentrums in Ebreichsdorf sollte ein Teil der neuen Heimat des ASK durch den Verkauf der alten Spielstätte im Zentrum und des Tennisplatzes in der Wienerstraße finanziert werden. Mittlerweile ist am ehemaligen Tennisplatz eine Wohnhausanlage entstanden. Jetzt soll auch ein Teil des alten ASK Platzes verkauft werden.

Bereits im Vorjahr sprachen sich Teile der Bürgerliste, die Grünen und die FPÖ gegen einen Teilverkauf aus. Die SP/VP-Stadtregierung argumentiert, dass es sich hier um notwendige Erlöse für den Sportplatz handle.

„Als jetzt im Gemeinderat ein Budgetüberschuss von 1,8 Millionen bekannt wurde, forderte die FPÖ, eine Million davon für das Sportzentrum zu verwenden und den gesamten alten ASK Platz als Reservefläche und Naherholungsgebiet im Zentrum zu belassen“, erinnert FP-Stadtrat Markus Gubik. Bürgermeister Wolfgang Kocevar (SP) war dagegen, sprach gar von einem „peinlichen Antrag“.

„Gegen Umwidmung von Forstgebiet in Bauland“

Der neue Plan Gubiks: „Die Stadtgemeinde ist im Besitz eines mehr als 9.000 m2 großen Grundstückes beim Judenweg in Weigelsdorf. 6.600 m2 könnten jetzt parzelliert und verkauft werden. Der Erlös daraus könnte zur Rückzahlung der Schulden des neuen Sportzentrums benutzt werden. Damit wäre der alte Sportplatz in Ebreichsdorf gerettet.“ Er brachte diesen Vorschlag im Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft vor.

Mit dem Verkauf der Grundstücke zu 160 Euro pro Quadratmeter will Gubik die fehlende Million für das Sportzentrum, sowie einen neuen Parkplatz und Spielplatz am Judenweg einspielen. Derzeit befindet sich auf dem Grundstück neben einem Parkplatz und einem Spielplatz eine Aufforstungsfläche. Doch laut Gubik sei ein Großteil der dort gepflanzten 500 Bäume kaputt. Sein Plan ist, die Aufforstungsfläche zu verlegen und die Grundstücke umzuwidmen und zu verkaufen.

Ausschussmitglied Stadtrat Otto Strauss (SPÖ) kann dieser Idee nicht viel abgewinnen. „Ich bin gegen eine Umwidmung von Forstgebiet in Bauland.“ Kritik übt Strauss an der Vorbereitung des Projektes im Ausschuss: „Es gab nur einen ausgedruckten Plan, ohne konkrete Vorstellungen.“

Bürgerlisten-Stadtrat René Weiner hingegen hält Gubiks Vorschlag „für eine interessante Variante, die wir nachverfolgen sollten.“ Weiner sieht die Kritik von Strauss nicht gerechtfertigt. Gubik habe im Ausschuss nur einen Grundsatzbeschluss angeregt, ob man diese Idee weiter verfolgen wolle. „Man sollte jetzt nichts überstürzen, sollte es eine Alternative für den Teilverkauf geben, gehört diese zumindest geprüft“, so Weiner.