Ebreichsdorf

Erstellt am 18. August 2016, 05:39

von Thomas Lenger

Streit um den Sportplatz. Initiative Ebreichsdorfer Opposition möchte den Teilverkauf des alten ASK-Platzes stoppen. Es wurden 941 Unterschriften gesammelt und dem Bürgermeister präsentiert.

René Weiner, Maria Theresia Melchior, Helga Kleindienst, Silvia Plazotta, Martina Hladovsky und Markus Gubik (v.l.). sind gegen den Teilverkauf.  |  NOEN, Thomas Lenger

Das Thema sorgt seit mehr als einem Jahr, für Diskussionen. Zuletzt forderten die Oppositionsparteien FPÖ und Bürgerliste gemeinsam einen Stopp des Teilverkaufs des alten ASK-Platzes. Am Freitag unterstützten FPÖ-Stadtrat Markus Gubik, Bürgerlisten-Stadtrat René Weiner und Grünen-Gemeinderätin Maria Theresia Melchior die Bürgervertreter, welche Bürgermeister Wolfgang Kocevar (SPÖ) über den Stand der Unterschriftenaktion gegen den Teilverkauf informierten.

Worum geht es konkret? Im Zuge des Beschlusses zum Neubau des Sportzentrums in Weigelsdorf wurde verfügt, die Hälfte des alten ASK-Platzes sowie einen Tennisplatz in Ebreichsdorf zu verkaufen. Die Einnahmen sollten als Kostenbeitrag für das neue Sportzentrum dienen. Da es aber Widerstand gab, schlug die Gemeindeführung vor, nur ein Drittel des Sportplatzes zu verkaufen. Am restlichen Gelände sollte ein Sportplatz für die Schulen errichtet werden. Rund 3.500 Quadratmeter. Diesbezüglich wurden auch schon alle notwendigen Gemeinderatsbeschlüsse getroffen.

Unterschriften für Stopp der Verkaufsverhandlungen

Anfang des Jahres forderte dann die FPÖ, den Verkauf zu stoppen, da der Erlös aus dem Verkauf nicht mehr zwingend für das Budget notwendig sei. Dank eines Überschusses von mehr als 1,3 Millionen Euro aus dem letzten Jahr. Das lehnten die Regierungsparteien ab.

FP-Stadtrat Markus Gubik schlug vor, anstelle des alten ASK-Platzes ein Grundstück in Weigelsdorf zu verkaufen oder das Gelände für eine höhere Schule oder HTL zu reservieren. 941 Bürger unterschrieben für einen Stopp der Verkaufsverhandlungen des Teilgrundstückes. Die Anzahl der Unterschriften reicht aber nur für einen Initiativantrag im Gemeinderat – und nicht für den Antrag, eine Volksbefragung abzuhalten.

Es fehlen noch knapp 120 Unterschriften

Dazu fehlen knapp 120 Unterschriften. „Wir werden diese aber bis nächste Woche zusammen haben“, so die Initiatorinnen Helga Kleindienst und Silvia Plazotta, die von der Anrainerin Martina Hladovsky unterstützt werden. Kocevar verweist allerdings auf eine akute Situation rund um den alten ASK-Platz. Derzeit käme es zu Vandalismus.

„Es wurden bereits Spritzen-Nadeln gefunden und es kam zu Drohungen zwischen Jugendlichen und Anrainern“, so der Bürgermeister. Teile der Mauer wurden eingetreten und der Sportplatz vermüllt. „Die Polizei wird fast täglich gerufen“, so der Ortschef, was von der Polizei bestätigt wird.

Liegenschafts-Geschäftsführer, SP-Stadtrat Christian Pusch bestätigt, dass die Mauer um den Platz und das Tribünengebäude in den nächsten Wochen abgerissen werden sollen. Weiters bestätigt Pusch das Interesse von mehreren privaten Personen für die Grundstücke. Enttäuscht zeigt sich Pusch allerdings über die Opposition. „Ich bin dafür bekannt, gesprächsbereit und auch kompromissbereit zu sein. Bisher hat aber niemand von der Opposition das Gespräch mit mir gesucht, was ich bedauerlich finde, da alle wissen, dass ich für das Projekt zuständig bin“, so Pusch.