Baden

Erstellt am 13. Juli 2016, 11:25

Zahlreiche Unwettereinsätze auch im Bezirk Baden . Die heftigen Gewitterzellen, welche vor allem den westlichen Bereich des Bezirkes Baden betrafen, sorgten am Dienstag-Nachmittag für mehrere FF-Einsätze.

Das Einsatzspektrum reichte von Sturmschäden (umgestürzte Bäume oder größere Äste auf Verkehrsflächen, großflächige Überflutungen, Verklausungen, diverse Auspump- und Sicherungsarbeiten bei Gebäuden, Freiflächen und Bächen, Einsätze im Straßenverkehr bis hin zu einigen Fehlalarmen bei ausgelösten Brandmeldeanlagen durch Wassereintritt).

Bäche traten über die Ufer

Am heftigsten betraf es das Triestingtal und da vor allem den Großraum um Hernstein und Aigen. Mehre Feuerwehren standen hier über Stunden im Dauereinsatz. Den wohl spektakulärsten Einsatz am gestrigen Tag gab es in Hernstein. Durch den plötzlich auftretenden Starkregen traten diverse Bäche und Gerinne im Ortsgebiet von Aigen und Hernstein über die Ufer.

Der Boden konnte die Wassermassen nicht in dem Ausmaß aufnehmen, in der sie vom Himmel fielen. Das Wasser suchte sich seinen Weg über Felder, Wiesen und auch die Fahrbahn in das Tal war an vielen Stellen überschwemmt und nur schwer passierbar.

Auch der Schloss Teich in Hernstein konnte die Wassermenge nicht verkraften, und so wurde in kürzester Zeit ein Großteil der Parkanlage überflutet. Das Wasser erreichte in Folge sogar das Alte Schloss und das angrenzende Seminarhotel. Beim Seminarhotel drangen die Wassermassen sintflutartig in die tiefergelegte Garage und in einige Räumlichkeiten ein. Hier waren die Feuerwehreinsatzkräfte zu Beginn einfach chancenlos und konnte vorerst nur Sicherungsarbeiten durchführen.

Nachdem sich in den frühen Abendstunden die Lage etwas beruhigte und die Pegelstände leicht zurückgingen, wurde die in St. Veit a.d. Triesting stationierte Schmutzwasserpumpe des NÖ-Katastrophenhilfsdienstes angefordert. Nun konnte das stehende Wasser aus dem Schlosspark kontrolliert zum Abfluss gebracht werden. Ein erneuter Platzregen erschwerte den Einsatzkräften die Arbeit, erreichte aber in seiner Intensität nicht mehr das Ausmaß der Vorstunden.

Etliche Keller mussten ausgepumpt werden

In den anderen Ortschaften galt es vor allem Keller auszupumpen oder Sicherungsarbeiten bei überfluteten Straßenzügen durchzuführen. Hier ein schon bekanntes Bild für die Feuerwehrleute nach einem heftigen Niederschlag. Die Kanalisation kann einfach die plötzlich auftretenden Wassermaßen nicht aufnehmen und sorgt für Überflutungen. Immer wieder müssen auch Verklausungen bei Bäche bzw. Gewässer gelöst werden.

Insgesamt standen im Bezirk Baden, ab dem späteren Nachmittag bis weit in die Nacht bzw. auch auf den heutigen Mittwoch an 36 Einsatzstellen 19 Freiwillige Feuerwehren im Einsatz. Wobei es bei den hier gezählten Einsatzstellen mancherorts gleich mehrere Einsätze von den Einsatzkräften bewältigt und abgearbeitet werden musste. Im Laufe des heutigen Mittwochs ist noch mit einigen Aufräumungseinsätzen im Bezirk Baden zu rechnen