Erstellt am 14. April 2016, 05:24

FF Gainfarn ist Vorreiter. In Gainfarn wurde ein entscheidender Schritt zur Eigenversorgung gesetzt. Freiwillige Feuerwehr nimmt jetzt Vorreiterrolle bei der digitalen Alarmierung ein.

Kommandant Michael Wallner und Gruppenkommandant Christian Hafner bei der neuen Anlage, die parallel zur alten eingeführt wurde.  |  NOEN, Foto: Fussi
Als erste Freiwillige Feuerwehr in Niederösterreich hat die FF Gainfarn ein neues System zur digitalen Eigenalarmierung in Betrieb genommen. Notwendig geworden ist diese Maßnahme durch die begonnene Umstellung von analoger auf digitale Alarmierungstechnologie bei den NÖ Feuerwehren.

Gemeinsam mit der Firma Swissphone, die auch die Personenrufempfänger herstellt, wurde eine Anlage, die ursprünglich für Betriebsfeuerwehren geschaffen wurde, weiterentwickelt und an die Bedürfnisse einer freiwilligen Feuerwehr angepasst. Damit ist es möglich, per Tastendruck innerhalb weniger Sekunden die Informationen über die Art des Einsatzes in Kurzform an die Rufempfänger zu schicken.

„Es gibt aber immer wieder Situationen, wo die
Eigenalarmierung benötigt wird“, Michael Wallner

Kommandant Michael Wallner: „Genau diese einfachste Bedienung war der Beweggrund für die Installierung der Anlage. Denn die vom Landesfeuerwehrverband standardmäßig geschaffene Möglichkeit einer eigenen Benachrichtigung ist für Alarmierungszwecke nicht geeignet. Sowohl Zeitfaktor, als auch technische Anforderungen sprechen dagegen.“

Wenn eine Feuerwehr eine Alarmierung braucht, muss sie diese bei der Bezirksalarmzentrale (BAZ) telefonisch anfordern – außer nun in Gainfarn, wo somit „ein entscheidender Schritt zur Eigenversorgung“ gesetzt wurde. Wallner: „Die Erhaltung unserer Einsatzbereitschaft ist nur dann gegeben, wenn es auch jederzeit uneingeschränkt möglich ist, die eigene Mannschaft unverzüglich zu rufen.“

Für die Masse der Einsätze werde sich nichts ändern, weil Notrufe bei der BAZ in Baden entgegengenommen werden, und die Alarmierung dann von dort ausgeht. „Es gibt aber immer wieder Situationen, wo die Eigenalarmierung benötigt wird“, erläutert Wallner, der gerne anderen Feuerwehren für Infos zur neuen Anlage zur Verfügung steht. Es gebe bereits großes Interesse.